LTF Marpingen Triathlon

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14.08.2016: City-Triathlon MZG – Saarlandmeisterschaften Kurzdistanz und RTV-Liga



Für die Saison 2016 konnten sich die Triathlon-Landesverbände RTV und STU darauf verständigen, im Rahmen des City-Triathlons in Merzig sowohl die Saarlandmeisterschaften über die Kurzdistanz als auch zugleich das vorletzte Rennen der Rheinlandpfalzliga auszutragen. Damit hatten alle Ligastarter die Möglichkeit, an den Landesmeisterschaften anzutreten. Diese erfreuliche Entscheidung steigerte nicht nur die sportliche Qualität der Veranstaltung, sondern es profitierten auch die Athleten der LTF Marpingen. Saarlandmeistertitel in ihrer jeweiligen Altersklasse konnten gleich 3 Athleten abstauben: Christian Weyand M35, Michael Rothfuchs M40 und Karsten Ulrich M45. In der M45 folgten Stefan Schreiner auf 2 und Matthias Ziegler auf 3. Thomas Groß wurde 2. in der M50.
Mit dieser geballten Leistung schaffte die Mastersmannschaft einen klaren Tagessieg. Gemeinsam mit den Damen in der 2. Gruppe gestartet, sprangen in der Liga sensationell die Plätze 1 und 2 für Karsten und Michael sowie 6 und 7 Stefan und Matthias heraus. Dauerkonkurrent Montabaur, diesmal mit etwas dünnerer Personaldecke angereist, konnte an diesem sonnigen Tag nichts entgegensetzen und wäre beinahe noch von dem starken Team aus Trier auf den 3. Platz verwiesen worden. Da wir in der Tabelle jetzt mannschaftspunktgleich mit Montabaur vorne liegen, ist für die Abschlussveranstaltung in Remagen wieder mal Hochspannung garantiert. Dies gilt auch für die Einzelwertung, wo Karsten und Stefan auf Rang 1 und 3 liegen.



Bleibt eine kritische Analyse der Einzelergebnisse:

Überraschung des Tages war auf jeden Fall Michael Rothfuchs. Im letzten Jahr schon recht erfolgreich, aber noch ohne Verein unterwegs, hat er sich in dieser Saison enorm gesteigert. Und das lag nicht allein am Marpinger Startpass oder am Beitritt zu unseren hochintellektuellen WhattsApp-Gruppen. Michael gestaltet sein Training größtenteils selbst und scheint doch einiges richtig zu machen. Den größten Schub aber hat sicherlich die Kombination aus sukzessivem Gewichtsverlust und konsequentem Schwimmtraining in den letzten Wochen gebracht. Es gibt ja im Team auch Athleten, die befürchten bei weniger als 4-5 maligem Schwimmen in der Woche Formverluste in zweistelligen Prozentbereich, finden aber Gemüse und Diäten blöd, und auch solche, deren Muskelmasse keine Fettzellen dulden, die die Bedeutung des Schwimmens im Triathlon in der Trainingslehre aber eher überbewertet sehen. Michael dreht an allen Stellschrauben und wird zum soliden Schwimmer und leichtfüßigen Läufer.

Überrascht hat auch (wohl am meisten sich selber) das ewige Nervenbündel Stefan Schreiner, der nach exzessivem Familienurlaub auf einer mondän-dekadenten Nordseeinsel und mangelnder Regelmäßigkeit im Training schon seinen eigenen Rauswurf aus dem Team verlangt hat. Er liegt jetzt in der Mastersliga-Einzelwertung auf Rang 3 und kann bei normalem Rennverlauf in Remagen kaum noch von dort verdrängt werden. Sein geliebtes, aber zeitaufwendiges Schwimmen im 20 km entfernten Bostalsee kann er bis dahin zugunsten eines akzentuierten Radtrainings direkt vor der Haustür komplett einstellen.

Keine Überraschung gab es bei Matthias Ziegler. Wenn man ihn braucht, ist er da: Kirmesrennen und Kirmesbier(e) am Vortag hin oder her, eine tiefe Fleischwunde à la Ewald Lienen in der Vorbereitung, der Ironman Maastricht im nicht ganz so flachen Teil Hollands als Saisoneinstieg. Wenn er nach der schweißtreibenden Anziehprozedur erst mal im Neo drin ist, kann ihn nichts mehr stoppen. Selbst mit suboptimalen Radmaterial reicht es noch für die mastersteaminterne Radbestzeit.

Trainer Thomas Groß überzeugte mit einer ausgeprägten Ausgeglichenheit in allen drei Disziplinen. Zum Saarlandmeistertitel hat es trotzdem nicht gereicht. Er zeigte absolut keine Schwäche, aber leider auch keine [...] (zensiert, Die Redaktion). Doch jeder Hobbypsychologe, der die scheue, gentlemanhafte Art des hochkultivierten „best-dressed man on the bike“ und engagierten Familienvaters kennt, weiß, dass er sich wohl nur zurückgehalten hat, um die anderen Ligastarter nicht in Verlegenheit zu bringen und sich selbst nicht ins Rampenlicht zu drängen.

Christian Weyand, der einzige Nicht-Master am Start und wohl trainingsfleißigste Athlet im gesamten nördlichen Saarland, schaffte etwas, was kein anderer Marpinger Triathlet an diesem Tag schaffte. Gemeint ist nicht, dass er als einziger mit seiner Endzeit von 2:08 h unter 7 % seines wöchentlichen Trainingspensums blieb; das können andere auch. Nein, er hatte auf den Zweitplatzierten seiner AK in der Saarlandmeisterschaft einen Vorsprung von sage und schreibe 24 Minuten. Er hätte die Schwimmstrecke also zweimal schwimmen können und wäre immer noch Erster geworden. Dieses Ergebnis ist schon ein Superlativ, der jede Minute der endlosen Stunden auf der Rolle wert war.

Bleibt Karsten Ulrich, der in dieser Saison bewusst nur wenige Wettkämpfe gemacht hat, um sich im Training gezielt auf dieses Rennen vorzubereiten. In den letzten Jahren kollidierte die Ligaplanung häufig mit den Landesmeisterschaften oder die Konkurrenz war einfach schneller. Diesmal lief aber alles wie am Schnürchen. Als 9. aufs Rad (inkl. der Frauen in der Startgruppe) und sich nach und nach an die Spitze gearbeitet und dann vom Vorsprung gezehrt, so dass der Laufpart nicht mehr ganz so hart wurde. Schon ein geiles Gefühl so ganz vorne hinter dem Führungsmotorrad der Startgruppe, aber auch etwas einsam. Die zahlreich angereisten Fans pushen einen aber über die Stecke. Sein Wettkampf war im Ziel aber leider noch nicht zu Ende, denn die Dopingkontrolle forderte weitere 2 Stunden vollsten Körpereinsatz. Immerhin gab es kostenlos 3 Flaschen Erdinger alkoholfrei und 1,5 l Mineralwasser.

Karsten Ulrich

https://city-triathlon-merzig-2016.racepedia.de/ergebnisse

16.8.16 22:50
 
Letzte Einträge: 12.07.2015: Sprint-Triathlon St. Ingbert , OIE Nahe Crosslauf-Serie, Jahresrückblick 2016


bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Heiko (18.8.16 20:38)
Bärenstarke Leistung von Euch allen! Glückwunsch zum Sieg.

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