LTF Marpingen Triathlon

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13.09.2015: Finale der Masters-Liga in Remagen (2,8-44-10,5)



Auch 2015 endet die Liga-Saison des RTV mit dem Traditions-Rennen in Remagen, das auch in seiner 23. Auflage nichts an Charakter und Atmosphäre eingebüßt hat. Als Otto-Normal-Triathlet, der seine Saison nicht noch in exotischen Destinationen verlängern will, kommt man immer gerne nach Remagen, weiß man doch, dass man wieder einmal ein Wettkampfjahr gepackt hat, wenn man hier gefinisht hat. Die nicht ganz einfachen Rahmenbedingungen mit Strecken, auf denen besondere Qualitäten gefragt sind, gepaart mit der einzigartigen Kulisse, die das Rheintal bietet, machen den Rhein-Ahr-Triathlon sowohl für die Zuschauer als auch für die Athleten immer wieder zu einem besonderen Wettkampf; auch wenn manche nie ganz warm mit ihm werden. Selbst nach gefühlt 12 Teilnahmen ist immer noch ein gewisses Kribbeln zu spüren, das die Faszination dieses Sports ausmacht. Für einen Extra-Schub Adrenalin sorgte diesmal noch eine außergewöhnliche Tabellensituation in der Masters-Liga, die die hochspannende Konstellation des Vorjahres nochmals übertraf. LTF Marpingen war nach dem Remis in Merzig punktgleich mit DJK Dudweiler und lag in der Tabelle nur durch die Winzigkeit von 3 Teampunkten auf Rang 1. Das Team der RSG Montabaur, das in allen Durchgängen Dritter wurde und bereits 5 Mannschaftpunkte zurück lag, konnte in den Titelkampf nicht mehr eingreifen. So lief alles auf einen rein saarländischen Showdown hinaus.

Marpingen war diesmal in voller Mannschaftsstärke mit Fanclub bzw. Trainerstab angereist. Sandra, Suse, Thomas und eine Groupie-Truppe aus Wiesbach, deren Namen aus Jugendschutzgründen nicht genannt werden, sorgten an der Strecke für eine unvergleichliche Stimmung, von der auch gegnerische Mannschaften nicht verschont blieben bzw. profitierten. Hauptakteure waren aber der motorsportbegeisterte Markus Saar, der nach einem intensiven Trainingsblock und einer Odyssee durch die Physiotherapeutenszene endlich den langersehnten Durchbruch in die saarländische Spitze erzielen wollte, Karsten Spath, der nach einen Rad-Block auf den Spuren der Tour de France seinen Durchhänger von Merzig vergessen lassen wollte, Matthias Ziegler, der nach zig Starts meinte, auf ein Rennen mehr oder weniger kommt es jetzt auch nicht mehr an, und Karsten Ulrich, der in der Einzelwertung der Masters knapp führte und sich im Fitnessraum und am Fischbuffet eines norwegischen Hurtigruten-Schiffes akribisch auf seinen persönlichen Jahreshöhepunkt vorbereitete.

Da der Rhein in diesem Jahr bedeutend weniger Wasser führte, war die Schwimmstrecke spürbar flacher als gewohnt; trotzdem waren die Schwimmzeiten um einiges langsamer. Das lag aber nicht nur an der Verringerung der Strömung, die sonst besseren Schwimmern eine gewünschte Selektion vermasselte, sondern auch am veränderten Ausstieg, der eine längere Laufstrecke zur Wechselzone zur Folge hatte. Trotzdem kamen die beiden Karstens gut zurecht und stiegen gemeinsam aus dem Rhein, zusammen mit den Dudweilern Bernd Grauvogel und Sven Brall, die beide eine ausgesprochen starke Schwimmleistung zeigten. Ulrich konnte sich durch einen schnellen Wechsel nach vorne schieben, bekam aber bald Gesellschaft von Dauergegner Bernd. Es bildete sich ein Duo, das für die nächsten Kilometer zusammenbleiben sollte. Während sie sich gegenseitig belauerten und auf eine Schwäche des anderen spekulierten, schob sich von hinten Mario Radke heran - und auch zügig vorbei. Seiner Radleistung war an diesem Tag nichts entgegenzusetzen. Zu Karsten Spath, der anfangs nicht ganz den Anschluss halten konnte, gesellte sich bald Matze Ziegler. Er hatte zuvor Markus überholt, der bei Matzes Verfolgung wohl etwas über seine Grenzen gegangen war und später unter Krämpfen zu leiden hatte. Vom dritten Mann der Dudweiler, die nicht in optimaler Besetzung antraten, war beim zweiten Wechsel weit und breit nichts zu sehen, so dass der abschließende Lauf nur noch "Formsache" war, auch wenn für das ein oder andere persönliche Duell nochmal Reserven freigemacht werden mussten. Während Mario Radke ganz vorne einsam seine Runden zog, musste sich Karsten am Ende einem sehr ausgeglichen Bernd Grauvogel geschlagen geben, der die beste Laufzeit aller Masters erzeilte. Diese drei bildeten schließlich auch das Podest der Einzelwertung. Karsten Spath versuchte sich von hinten nochmal an Trainingskollegen Sven Brall, ebenfalls Dudweiler, heranzupirschen, doch der konnte gegenhalten, beide mussten aber den "geduldig" auf seine Chance wartenden alten Fuchs Matthias ziehen lassen, der sich auf Platz 4 schob, während Mathematiker Spath auf 6 ankam und unterwegs den Tagessieg für Marpingen bereits berechnet hatte.

Während Dudweiler mit den Plätzen 2,5 und dem nicht ganz zufriedenen Rüdiger Jochum, der keinen guten Tag erwischte, auf Rang 12 in der Summe auf 19 Punkte kam, und Montabaur mit Rang 1,8 und 13 (=22) so knapp dran war wie nie in dieser Saison, konnte Marpingen mit den Platzierungen 3,4 und 6 ein überragendes Teamergebnis mit 13 Punkten erzielen und sich den Gesamtsieg sichern. Markus Saar, der an diesem Tag wohl ein bisschen zu viel wollte, verlor beim Laufen aufgrund von Krämpfen noch einige Plätze, durfte sich aber persönlich über den Sieg über mehrere innere Schweinehunde freuen.

Als Fazit kann man festhalten, dass der Erfolg unserer Mannschaft auf drei Säulen basiert:
An erster Stelle steht die Freude, im Team gemeinsam mit anderen zu starten und die Bereitschaft jedes Einzelnen seinen Teil beizutragen, auch wenn es nur ein oder zwei Starts (wie bei Stefan, Markus oder Thomas) waren. In diesem Punkt, den Esoteriker vielleicht als „innere Harmonie“ und Fußballtrainer eher als "Team-Spirit" bezeichnen würden, sind wir anderen Teams etwas voraus. Zum anderen ist es unsere Leistungsdichte, die es ermöglicht, auch den Ausfall eines Athleten zu kompensieren oder auch mal nur mit 3 Mann zu starten wie in Maxdorf. Wenn Matthias fehlt, springt Stefan ein, und umgekehrt. Bei Dudweiler war dieser zweite Faktor in dieser Saison in ähnlichem Maße ausgeprägt, aber eben nicht ganz bis zum letzten und entscheidenden Rennen. Sie schafften es nicht, das gleichzeitige Fehlen von Stefan Weber und Steffen Gulden zu kompensieren. Zum dritten versuchen wir immer, unsere ganze Kraft auf den Sport zu fokussieren, und unsere Energie nicht auf Nebenkriegsschauplätzen zu verpulvern, indem wir uns um zu hohe Wassertemperaturen, unerlaubte Schwimmanzüge und die Kompetenz von Kampfrichtern kümmern.
Schon jetzt gibt es mehrere Anfragen von Athleten, die genau das an unserem Verein schätzen und in der Saison 2016 für unser Team starten wollen. Wenn wir diese Neuzugänge integrieren und an unseren Stärken festhalten, wird es schwer, uns zu schlagen.

Karsten Ulrich

Ergebnisse:
www.trisys-portal.de/ergebnisse/ergebnisse/138-rhein-ahr-triathlon_2015?limitstart=0

14.9.15 14:56
 
Letzte Einträge: 12.07.2015: Sprint-Triathlon St. Ingbert , OIE Nahe Crosslauf-Serie, Jahresrückblick 2016


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