LTF Marpingen Triathlon

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Ein Flirt für einen Sommer



Mit diesem Titel hat Sebastian Moll kürzlich im „tour-magazin“ einen Artikel über die wieder aufflammende Erinnerung an leistungsorientierte sportliche Zeiten überschrieben. Lange Jahre hat Moll sich anderen Dingen des Lebens gewidmet und Sport nur noch zur körperlichen Ertüchtigung getrieben, bis er im Alter von 50 Jahren das tat, was er vorher als Midlife-Symptomatik hypermotivierter Agegrouper verspottet hat: Er hat trainiert, sein Material erneuert, Gewicht verloren und Form gewonnen und einen Sommer lang Spaß gehabt.
Ob es ein „Flirt für einen Sommer“ bleiben wird, ist am Ende nicht so ganz klar. Ähnlich scheint es Bennie Lindberg zu gehen, der sich über die Jahre immer fit gehalten hat und der hin und wieder, so in diesen Tagen beim ÖTILLÖ www.otilloswimrun.se in Schweden, öffentlich in Erscheinung tritt. Er schreibt in seinem Blog sinngemäß, dass es nie mehr so sein wird wie früher, dass Sport aber durchaus zu seinem Leben gehört. Konsequent hat er die Erwartungen an seine Performance zurückgeschraubt und kann so mit seinen heutigen Ergebnissen zufrieden sein, obwohl sie hinter früheren Leistungen zurückbleiben.
Beim TopRace Germany, dessen hochtrabender Name in einem deutlichen Missverhältnis zur Qualität der Veranstaltung steht, waren ebenfalls einige alte Kämpen am Start, die man lange nicht sah und die ihre besten Zeiten hinter sich haben. Aber auch jede Menge ambitionierter und schneller Nachwuchs, der optimistisch in die Zukunft des saarländischen Triathlons blicken lässt.
Der Autor dieser Zeilen, sich schon im sportlichen Ruhestand wähnend, hat über Sommer einen unerwarteten Motivationsschub erlitten und ein paar freie Tage genutzt, um sich in eine körperliche Verfassung zu bringen, die einen Start über die olympische Distanz als kalkulierbares Risiko erscheinen ließ. Trotz kurzfristig aufkommender Gewissheit, nicht mehr alle Tassen im Schrank zu haben, begab man sich also an einem kühlen Septembertag zum Bostalsee.
Mit dem immer stilsicheren Matthias Ziegler hatte man sich am Vortag in Bekleidungsfragen ausgetauscht und war übereingekommen, dass Aerodynamik in jedem Fall vor Gesundheitsschutz geht: Rennanzug und sonst nichts. Matthias starte auf der etwas abgespeckten Mitteldistanz mit 1,9 km Schwimmen, 75 km Radfahren und 15 km Laufen. Im Rahmen einer zweigipfeligen Jahresperiodisierung befand er sich am Ende einer längeren Regenerationsphase und am Beginn des Aufbaus für seinen zweiten Jahreshöhepunkt (im Dezember!. . .). Nach solidem Schwimmen folgten eine starke Radleistung und ein ordentlicher Lauf, der allerdings nicht bis zu den autonom geschützten Reserven getrieben wurde. So sprangen am Ende ein guter 6. Gesamtplatz und der Sieg in der Altersklasse TM45 heraus. Auf dem Rad war nur einer schneller, und zwar der aus früheren Tagen gut bekannte Andreas Walzer. Von einem ehemaligen Olympiasieger 5 Minuten auf 80 km Rad zu kassieren, ist wahrlich keine Schande.
Auf der olympischen Distanz hatte der Autor dieser Zeilen Gelegenheit, Philipp Sahm sein Vertrauen auszusprechen und ihn zu einem Verlassen der Komfortzone zu ermutigen. Ob das nun etwas bewirkt hat, sei dahin gestellt, jedenfalls entschied Philipp das Rennen souverän für sich. Zwar stand er in früheren Jahren zeitweise für LTF Marpingen am Start, aber in diesem Fall stimmt die TopRace-Ergebnisliste nicht: statt „LTF Marpingen" müsste hinter dem Siegernamen „LTF Mauschbach" stehen.
Mit „LTF Marpingen“ wird man in Zukunft mehr und mehr zwei weitere Athleten in Verbindung bringen, die seit diesem Jahr für unseren Verein starten. Zum Einen Michael Rothfuchs, der vom wettkampfmäßigen Inline-Skaten zum Triathlon gewechselt ist und bereits mit beachtlichen Rad- und Laufleistungen auf sich aufmerksam gemacht hat. Wenn das erst kürzlich aufgenommene ernsthafte Schwimmtraining „greift“, ist ihm in Zukunft viel zuzutrauen. In Bosen landete Michael auf dem 9. Gesamtrang und dem 3. Platz in der TM40.
Seine erste Kurzdistanz überhaupt hat Philipp Ferring absolviert. Bei ihm liegen die Dinge anders: als 9. aus dem Wasser gekommen, hat er auf dem Rad noch nicht die Substanz, um längere Strecken richtig schnell zu fahren. Hier ist Trainingsfleiß gefragt, dann werden die Rad- und Laufzeiten bald besser zur Schwimmzeit passen. Immerhin führte auch das aus beruflichen Gründen umfangschwache Training zu einer passablen Zeit von 2:41 Std und dem 6. Platz in der TM20.
Neben Kurz- und Mitteldistanz konnte man beim TopRace auch über die Sprintdistanz starten. Die Bezeichnung „Jedermann-Triathlon“ traf hier nur auf einen Teil des Starterfeldes zu, denn hier waren einige Landeskaderathleten richtig schnell unterwegs, und die Triathleten des 1. FC Kaiserslautern richteten ihre Vereinsmeisterschaften aus. LTF Marpingen war mit Bernd Ostermann vertreten, der in 1:22 Std den 8. Platz in der TM45 erreichte.
So, und der Autor dieser Zeilen hat das erste Tagesziel knapp verfehlt, nämlich so früh aus dem Wasser zu kommen, dass man Nike Ruschel wie verabredet aus dem Neoprenanzug helfen kann. Das Radfahren war dann ganz in Ordnung, wenngleich einsam und ermüdend. Beim Laufen war wegen erheblichen Trainingsrückstandes nur noch Schadensbegrenzung möglich. Gesamtplatz 16 und Platz 2 in der TM50 stellen dennoch halbwegs zufrieden.
Außerdem hat es Spaß gemacht, und vielleicht wird aus dem „Flirt für einen Sommer" ja doch noch was Ernstes. Mal sehen.

T. Groß

Ergebnisse:
trisys-portal.de/ergebnisse/ergebnisse/115-Bostalsee-Triathlon-2015

Bilder:
www.energis.de/news_infos/fotogalerie/id-123
www.energis.de/news_infos/fotogalerie/id-124
www.energis.de/news_infos/fotogalerie/id-125

9.9.15 22:55
 
Letzte Einträge: 12.07.2015: Sprint-Triathlon St. Ingbert , OIE Nahe Crosslauf-Serie, Jahresrückblick 2016


bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


s. (10.9.15 10:42)
Vor zwei Jahren wurde er noch als Irrer abgetan, als er nach dem Schwimmtraining vorschlug noch etwas "unner die Breck" zu gehen. Heute lässt er (der andere er) keine Gelegenheit aus, noch einen zu heben: egal ob "unner der Breck", änfach so oder zur Eröffnung der "grünen Woche". Er wurde nicht nur älter und langsamer sondern auch gelassener. Weiter so. Das Leben ist schön!

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