LTF Marpingen Triathlon

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14.06.2015: Mitteldistanz in Maxdorf 2,0-85-20 (RTV-Mastersliga)



Nach zwei Ligajahren mit ausschließlich Sprint- und Kurzdistanzen stand für die Saison 2015 erstmals wieder ein Mitteldistanzrennen auf dem Programm. 2012 noch in Bad Ems antretend, durften die Ligastarter diesmal in Maxdorf ihr Können zeigen. Allerdings galt dies nicht für alle RTV-Ligen, sondern nur für die Masters, denen Sprints erfahrungsgemäß weniger gut liegen. Durch den Rennabbruch der Auftaktveranstaltung in Hachenburg also gleich eine Mitteldistanz als Einstieg. Die Gegend um Maxdorf ist bekannt für ihre meteorologische Unberechenbarkeit; heftige Gewitter und tropische Temperaturen haben in der Vergangenheit sowohl Teilnehmer als auch Veranstalter schon mehr als einmal auf eine harte Probe gestellt. Doch diesmal konnte man sich eigentlich nicht beschweren. Eine Wassertemperatur gerade unter der Neoprenverbotsgrenze von 23 °C, ordentliche und sichere Straßenverhältnisse, wenig Wind auf der Radstrecke und einigermaßen erträgliche eher trockene Hitze beim Laufen trugen dazu bei, dass das bedingt durch die Topographie der Radstrecke ohnehin nicht ganz einfache Rennen nicht zur Tortur wurde wie 2014. Unser Team trat als Titelverteidiger der Mastersliga an, leider nur mit 3 Startern, da Markus Saar noch unter den Folgen einer Sommergrippe litt. So lagen die Hoffnungen auf Matthias Ziegler, Karsten Spath und Karsten Ulrich, gestandene Athleten, denen man durchaus etwas zutrauen konnte. Hatten die beiden erstgenannten bereits mindestens zwei Rennen in der laufenden Saison in den Beinen, so war es für Karsten Ulrich tatsächlich der erste Wettkampfeinsatz seit Remagen 2014. Hauptgegner war diesmal das stärker als noch 2014 einzuschätzende Team von DJK Dudweiler und nicht Montabaur, das ohne den vor zwei Wochen in einen schweren Unfall verwickelten Heiko Spitzhorn nicht in Bestbesetzung antreten konnte. (An dieser Stelle die allerbesten Genesungswünsche von allen Marpingern ins Krankenhaus!) Mit Schwimmzeiten zwischen 31 und 33 Minuten für die im Vergleich zu den Vorjahren etwas längere Schwimmstrecke waren alle drei im grünen Bereich, Matthias sogar überragend. Richtig schnell war auch sein erster Wechsel, so dass er sich noch kurz vor Karsten U. aufs Rad schwingen konnte und Karsten S. bereits am Anstieg zur Lindemannsruhe erreichte. Karsten U. schaffte dies (nach anfänglichen Schwierigkeiten, ins Rennen zu kommen) erst in der zweiten Runde und konnte sich dann aber weiter nach vorn arbeiten. Matthias fuhr eine sehr starke Zeit, aber dennoch kontrolliert, was man an der abschließenden elfbesten Laufzeit von 1:22 h ablesen konnte. Er befindet sich in einer bestechenden Form, vor allem wenn man bedenkt dass er erst eine Woche zuvor die Mitteldistanz im Kraichgau gefinished hat. Gesamtrang 15 und der Tagessieg in der Masterswertung deutlich vor zwei ebenfalls starken Dudweiler Startern (Steffen Gulden und Bernd Grauvogel) war mehr als verdient. Für Karsten U. galt es, zum Abschluss seinen gewohnten Wochentrainingsumfang im Laufen in einer einzigen Einheit zu absolvieren, was mit einem 4.30er Schnitt auch einigermaßen gelang. Er schaffte es sogar, auf dem letzten Kilometer noch den dritten Dudweiler Starter (Sven Brall) zu überholen, und wurde Vierter im Tagesklassement der Masters. Karsten Spath konnte am Ende leider nicht an die Laufleistung, die er in der Vorwoche beim Mussbacher Triathlon zeigte, anknüpfen und musste noch einige Masters passieren lassen, so dass am Ende für ihn der neunte Platz in der Tageswertung Masters heraussprang. In der Summe der Platzierungen ergab das für uns 14 Punkte (1, 4, 9), also Tagesrang 2, während Dudweiler auf 10 Punkte (2, 3, 5) kam und damit verdient die Masterswertung gewann. Man kann also sagen, dass die Saarländer an diesem Tag die Rheinlandpfalz-Liga dominierten. Sehr stark vertreten waren sie auch bei anschließenden Dopingkontrolle, denn mit Bernd Grauvogel, Rüdiger Jochum und Matthias Ziegler mussten sich gleich 3 saarländische Athleten der unangenehmen Prozedur unterziehen. Wenn man sich den Ablauf so einer Kontrolle einmal vor Augen hält, fragt man sich, ob die Genfer Konventionen auch für Sportler gelten. denn das Einflößen von 6 Liter "saurem Sprudel" (wie der gemeine Pfälzer das Mineralwasser nennt) und 3 alkoholfreien Weizenbieren ist schon schon fast mit dem in Guantanamo Bay bekannten Waterboarding vergleichbar. Aber solange noch keine Methode gefunden ist, aus verschwitzten Trikots verbotene Substanzen zu extrahieren, geht es halt nur über die Abgabe von Urin. Auch mein Angebot an die RTV-Kampfrichter, als Spender für die verzweifelt Pressenden zu fungieren, wurde nicht angenommen. Ein Zeichen, dass die Männer ihren Job gewissenhaft machen und auch im Seniorenbereich doch wirklich etwas für sauberen Sport getan wird. Der TSG Maxdorf darf man gratulieren zu einer wirklich gelungenen Veranstaltung, bei der aus Athletensicht alles passt und die sich hinter dreimal so teuren Events mit wohlklingenden Labeln nicht zu verstecken braucht.

Karsten Ulrich

16.6.15 22:58
 
Letzte Einträge: 12.07.2015: Sprint-Triathlon St. Ingbert , OIE Nahe Crosslauf-Serie, Jahresrückblick 2016


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