LTF Marpingen Triathlon

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14.06.2015: Mitteldistanz in Maxdorf 2,0-85-20 (RTV-Mastersliga)



Nach zwei Ligajahren mit ausschließlich Sprint- und Kurzdistanzen stand für die Saison 2015 erstmals wieder ein Mitteldistanzrennen auf dem Programm. 2012 noch in Bad Ems antretend, durften die Ligastarter diesmal in Maxdorf ihr Können zeigen. Allerdings galt dies nicht für alle RTV-Ligen, sondern nur für die Masters, denen Sprints erfahrungsgemäß weniger gut liegen. Durch den Rennabbruch der Auftaktveranstaltung in Hachenburg also gleich eine Mitteldistanz als Einstieg. Die Gegend um Maxdorf ist bekannt für ihre meteorologische Unberechenbarkeit; heftige Gewitter und tropische Temperaturen haben in der Vergangenheit sowohl Teilnehmer als auch Veranstalter schon mehr als einmal auf eine harte Probe gestellt. Doch diesmal konnte man sich eigentlich nicht beschweren. Eine Wassertemperatur gerade unter der Neoprenverbotsgrenze von 23 °C, ordentliche und sichere Straßenverhältnisse, wenig Wind auf der Radstrecke und einigermaßen erträgliche eher trockene Hitze beim Laufen trugen dazu bei, dass das bedingt durch die Topographie der Radstrecke ohnehin nicht ganz einfache Rennen nicht zur Tortur wurde wie 2014. Unser Team trat als Titelverteidiger der Mastersliga an, leider nur mit 3 Startern, da Markus Saar noch unter den Folgen einer Sommergrippe litt. So lagen die Hoffnungen auf Matthias Ziegler, Karsten Spath und Karsten Ulrich, gestandene Athleten, denen man durchaus etwas zutrauen konnte. Hatten die beiden erstgenannten bereits mindestens zwei Rennen in der laufenden Saison in den Beinen, so war es für Karsten Ulrich tatsächlich der erste Wettkampfeinsatz seit Remagen 2014. Hauptgegner war diesmal das stärker als noch 2014 einzuschätzende Team von DJK Dudweiler und nicht Montabaur, das ohne den vor zwei Wochen in einen schweren Unfall verwickelten Heiko Spitzhorn nicht in Bestbesetzung antreten konnte. (An dieser Stelle die allerbesten Genesungswünsche von allen Marpingern ins Krankenhaus!) Mit Schwimmzeiten zwischen 31 und 33 Minuten für die im Vergleich zu den Vorjahren etwas längere Schwimmstrecke waren alle drei im grünen Bereich, Matthias sogar überragend. Richtig schnell war auch sein erster Wechsel, so dass er sich noch kurz vor Karsten U. aufs Rad schwingen konnte und Karsten S. bereits am Anstieg zur Lindemannsruhe erreichte. Karsten U. schaffte dies (nach anfänglichen Schwierigkeiten, ins Rennen zu kommen) erst in der zweiten Runde und konnte sich dann aber weiter nach vorn arbeiten. Matthias fuhr eine sehr starke Zeit, aber dennoch kontrolliert, was man an der abschließenden elfbesten Laufzeit von 1:22 h ablesen konnte. Er befindet sich in einer bestechenden Form, vor allem wenn man bedenkt dass er erst eine Woche zuvor die Mitteldistanz im Kraichgau gefinished hat. Gesamtrang 15 und der Tagessieg in der Masterswertung deutlich vor zwei ebenfalls starken Dudweiler Startern (Steffen Gulden und Bernd Grauvogel) war mehr als verdient. Für Karsten U. galt es, zum Abschluss seinen gewohnten Wochentrainingsumfang im Laufen in einer einzigen Einheit zu absolvieren, was mit einem 4.30er Schnitt auch einigermaßen gelang. Er schaffte es sogar, auf dem letzten Kilometer noch den dritten Dudweiler Starter (Sven Brall) zu überholen, und wurde Vierter im Tagesklassement der Masters. Karsten Spath konnte am Ende leider nicht an die Laufleistung, die er in der Vorwoche beim Mussbacher Triathlon zeigte, anknüpfen und musste noch einige Masters passieren lassen, so dass am Ende für ihn der neunte Platz in der Tageswertung Masters heraussprang. In der Summe der Platzierungen ergab das für uns 14 Punkte (1, 4, 9), also Tagesrang 2, während Dudweiler auf 10 Punkte (2, 3, 5) kam und damit verdient die Masterswertung gewann. Man kann also sagen, dass die Saarländer an diesem Tag die Rheinlandpfalz-Liga dominierten. Sehr stark vertreten waren sie auch bei anschließenden Dopingkontrolle, denn mit Bernd Grauvogel, Rüdiger Jochum und Matthias Ziegler mussten sich gleich 3 saarländische Athleten der unangenehmen Prozedur unterziehen. Wenn man sich den Ablauf so einer Kontrolle einmal vor Augen hält, fragt man sich, ob die Genfer Konventionen auch für Sportler gelten. denn das Einflößen von 6 Liter "saurem Sprudel" (wie der gemeine Pfälzer das Mineralwasser nennt) und 3 alkoholfreien Weizenbieren ist schon schon fast mit dem in Guantanamo Bay bekannten Waterboarding vergleichbar. Aber solange noch keine Methode gefunden ist, aus verschwitzten Trikots verbotene Substanzen zu extrahieren, geht es halt nur über die Abgabe von Urin. Auch mein Angebot an die RTV-Kampfrichter, als Spender für die verzweifelt Pressenden zu fungieren, wurde nicht angenommen. Ein Zeichen, dass die Männer ihren Job gewissenhaft machen und auch im Seniorenbereich doch wirklich etwas für sauberen Sport getan wird. Der TSG Maxdorf darf man gratulieren zu einer wirklich gelungenen Veranstaltung, bei der aus Athletensicht alles passt und die sich hinter dreimal so teuren Events mit wohlklingenden Labeln nicht zu verstecken braucht.

Karsten Ulrich

Karsten am 16.6.15 22:58


14.09.2014: Liga-Abschluss in Remagen



Super Gau abgewendet!

Nach einer fast planmäßig verlaufenden Saison in der RTV-Masters-Liga hatten wir uns für das letzte Rennen eine komfortable Ausgangssituation geschaffen. Zwei Siege und ein zweiter Platz bedeuteten die Tabellenführung. Durch eine kleine Schwäche der Hauptkonkurrenten aus Montabaur, die in Worms „nur“ Dritter wurden, war der Vorsprung sogar auf 2 Punkte angewachsen. Das bedeutete, dass ein zweiter Platz zum Gesamtsieg reichen würde. Bedingt durch das günstigere „Torverhältnis“, in diesem Falle genau 12 Teampunkte, hätte theoretisch auch noch ein dritter Platz genügt.
Ohne die bereits dreimal gestarteten Stefan Schreiner und Matthias Ziegler und den verletzten Thomas Groß , sollte dies ein schweres Stück Arbeit werden. Gemeldet waren Karsten Spath, Markus Saar, Peter Woll und Karsten Ulrich. Aber Remagen wäre nicht Remagen, wenn nicht alles passieren könnte. In den vergangenen Jahren stellten sich die unvorhergesehenen Ereignisse meistens als Glücksfall für unser Team heraus. Doch dieses Jahr war es anders. Schon zwei Stunden vor dem Start meldete Peter Woll per Handy Defekt, ein irreparabler Kühlerschaden auf der Autobahn bei Wittlich. Ein Ersatzmann war auf die Schnelle nicht aufzutreiben. Die verbleibenden drei mussten also ohne weiteren Ausfall durchkommen.

Und das taten sie mit Bravour. Nach sehr schnellem Schwimmen konnten sich die beiden Karstens rasch an die Spitze heranarbeiten und auch dort festsetzen, bis sich Ulrich in der zweiten Radrunde absetzen konnte. Spath blieb taktisch klug in Schlagweite und setzte auf das Laufen. Markus kam mit der Rheinströmung super zurecht und wechselte nur eine Minute später aufs Rad, wo er auf der für ihn neuen Strecke eine beeindruckende Leistung zeigte. Lange in Führung liegend, musste sich Ulrich dann auf dem letzten Laufkilometer dem vorbeifliegenden Montabaurer Spitzhorn beugen und kam auf Tagesrang 2 ins Ziel, während Spath nur 2 min später hinter Radke, ebenfalls von Montabaur auf Rang 4 finishte. Der Tagessieg für Montabaur war damit so gut wie sicher, aber um Platz 2 und 3 ging es sehr eng zu. Markus Saar gab unter den frenetischen Anfeuerungsrufen seiner Girl-Group 110% und ihm gelang es, den 3. Mann von Dudweiler auf Distanz zu halten; aber überraschenderweise waren es gar nicht die stärker eingeschätzten Dudweiler, die uns noch einmal das Leben schwer machen sollten, sondern die Mannschaft des bis dahin immer auf Platz 4 liegenden RSC Untermosel. Sie schaffte es diesmal, drei Leute unter die besten 10 zu platzieren und uns um eine Winzigkeit auf Platz 3 zu verdrängen. Dies bedeutete Gleichstand bei den Mannschaftspunkten mit Montabaur. Aber in den vorherigen Rennen konnten wir uns bei den Teampunkten einen kleinen Puffer erarbeiten, von dem wir zehren konnten. So hatten wir, wenn auch denkbar knapp, das glücklichere Ende und konnten die Tabellenführung behaupten und die Masters-Liga gewinnen. Ein spannenderes Finale hätte man sich nicht vorstellen können. Auch Fips und Helga hatten den weiten Weg nicht umsonst gemacht, bekamen sie doch einen echten Krimi geboten.
Dass 2014 ein Lehrjahr für uns werden sollte, wie einer der Mitkonkurrenten am Anfang der Saison vorhersagte, sollte sich tatsächlich bestätigen. Dass die anderen auch nur mit Wasser kochen und Remagen seine eigenen Gesetze hat, wissen wir schon lang, aber etwas Neues haben wir in dieser Saison gelernt: Immer dann, wenn wir provoziert werden, sind wir noch einen kleinen Tick stärker!

RTV Masters Liga 2014 Abschlusstabellen [pdf]

Ergebnisse siehe www.triteam-sinzig.de

Karsten Ulrich

ltf-marpingen-triathlon am 15.9.14 15:39


07.09.2014: Toprace Germany am Bostalsee



Bereits zum 3. Mal in Folge veranstaltete die Lauffabrik am Bostalsee eine Triathlonveranstaltung. Neben der Kurzdistanz-Saarlandmeisterschaft über 1,5-40-10 km und einem Volkstriathlon über 0,3-18-5 km gab es zum ersten Mal auch ein Sprintrennen mit dem martialisch klingenden Namen Highlander über 0,75-18-5. Im Rahmen dieses Rennformats wurden auch die Rheinland-Pfalz-Meisterschaften Sprint und die 3. Station der Rheinland-Pfalz-Liga ausgetragen.

Aus Sicht der LTF Marpingen gab es beim Quasi-Heimrennen gleich mehrere Erfolge zu feiern. Den Fans, bestehend aus den Girl-Groups der Familien Saar und Jost sowie dem Top-Motivatoren-Trio Suse, Pit und Thomas wurde wirklich großer Sport geboten. Christian Weyand, als Favorit mit der Startnummer 1 ins Rennen gegangen, belegte Rang 3 bei den Saarlandmeisterschaften und gewann die M30. Hanno Blass wurde in der gleichen AK Dritter. Stefan Jost gewann die M40. Markus Saar kam in der M40 auf Rang 3. Junior Jan Merz schaffte beim Volkstriathlon einen hervorragenden zweiten Platz. Doch der absolute Hit des Tages war der Tagessieg der Mastersmannschaft in der Rheinland-Pfalz-Liga. Verantwortlich für das Top-Ergebnis waren Karsten Ulrich und Mathias Ziegler auf Platz 1 und 2, die sich bereits auf der Radstrecke früh nach vorne arbeiten konnten, Stefan Schreiner auf Rang 6, der gegen Ende beim Laufen nochmal Boden gut machte, sowie Peter Woll, der für den verletzten Thomas Groß das Team komplettierte. Der Vorsprung in der Tabelle konnte mit dieser Hammerleistung nochmals ausgebaut werden. Die intensive Besichtigung der Radstrecke war aber nicht allein der Schlüssel zum Erfolg, man braucht auch Druck.

Das letzte Rennen in Remagen wird die Entscheidung bringen. Dort gibt es keinen Heimvorteil; und wenn doch, gilt der auch für unsere Gegner aus Montabaur und Dudweiler, die die Strecken am und im Rhein von zahlreichen Starts ebenfalls in und auswendig kennen.

Karsten Ulrich

Ergebnisse:
http://trisys-portal.de/online/ergebnisse/90-Bostalsee-Triathlon-2014?start=25

Manni am 12.9.14 10:21


Triathlon Alpe d’Huez



Nach fast 30 Jahren im Triathlon-Business war es an der Zeit, neue Herausforderungen zu suchen. Es muss nicht unbedingt ein exotischer Ironman am anderen Ende der Welt sein. Auch eine Kurzdistanz mit etwas eigenwilligen Streckenlängen kann ihren Reiz haben, wenn sie in der richtigen Umgebung stattfindet. Da der Wettkampfkalender Ende Juli eine Lücke aufwies, fiel die Wahl auf Alpe d’Huez, das die meisten eher als mythischen Zielort der Tour de France kennen. Mitstreiter waren mit Stefan Schreiner und Christian Weyand rasch gefunden, wobei letzterer sich mehr für die sog. Mitteldistanz (2,2-115-22 km) „erwärmen“ konnte, während die beiden „Vetérans deux“ Stefan und Karsten sich mit 1,2-30-7,3 km zufrieden gaben. Auch ein Start der Schreiner-Kinder war eingeplant.
Da die Rennen nicht am Wochenende, sondern mittwochs (Mittel)und donnerstags (Kurz) stattfanden, war das Ganze mit einer Woche Familienurlaub verbunden. Eine schöne Ferienwohnung in Bourg d’Oisans war schnell gefunden, dann noch rasch anmelden und das Aufbautraining konnte beginnen. Bei Karsten lief das natürlich nur unter Beachtung modernster trainingswissenschaftlicher Erkenntnisse (Stichwort „polarized Training“), bei Christian gab es viele Tempodauerläufe und eine Auflockerung der Saarburgfahrten durch gelegentliche höhenmetergespickte Besuche im Hunsrück, bei Stefan waren eine massive Umfangsreduktion und - leider - häufige Besuche beim Arzt angesagt. (Aber nicht bei einem spanischen Gynäkologen, sondern bei einem saarländischen Orthopäden!)
Nach der Anreise am Samstag, dem 23.07., und dem Auffüllen des Kühlsachranks mit Kronenbourg-Bier, galt es am Sonntag, erstmal die Gegend zu erkunden. Ein längerer Aufenthalt im botanischen Garten am Col de Lautaret auf 2000 m ü. NN brachte nicht nur eine Bewusstseinserweiterung im Hinblick auf die fortschreitende Gefahr der irreversiblen Defloration in subalpinen Regionen rund um die Erde, sondern trug auch wesentlich zur Höhen- und Sonnenadaption bei. Der Montag sollte ganz im Zeichen der Streckenerkundung stehen, aber einmal 13 km berghoch fahren und wieder runter stellte sich als eine der leichteren Aufgaben dieses denkwürdigen Tages dar. Die Hauptschwierigkeit bestand darin, in dem aus 5 Häusern bestehenden Örtchen La Garde (Kurve 16 für Insider) einen unscheinbar grauen Peugeot 208 wiederzufinden, den man 90 min vorher dort abgestellt hatte. Nach diversen Theorien, die u.a. radikales polizeiliches Abschleppen, dreisten Diebstahl bzw. einsetzende Orientierungslosigkeit aufgrund der dünnen Luft ins Kalkül zogen, und wilden Spekulationen über die Höhe einer eventuellen Auslösegebühr, wurde die einzig richtige Entscheidung getroffen: Nochmal hochfahren und nachsehen. Und siehe da: Ganz unschuldig und mit dem gleichen Kilometer- und Tankfüllstand wie vorher stand er da. Die letztmögliche Theorie, die von einer zeitweiligen Entführung durch Außerirdische ausging, konnte damit weder bestätigt noch widerlegt werden, auch wenn eine Landung von UFOs aufgrund der Hanglage wenig wahrscheinlich erschien. Unmittelbar nach dem Urlaub ist eine Überprüfung der Sehleistung des Fahrers beim Optiker ist vorgesehen.
Der Dienstag wurde dann fast komplett mit dem Studieren der Prognosen sämtlicher verfügbarer Wetter-Websites verbracht. Aber eben nur fast, denn ganze 10 Minuten widmeten wir uns nämlich unserem jüngsten aktiven Athleten, nämlich Niklas Schreiner, der zum Kindertriathlon angemeldet war. Carla zierte sich ein bisschen und zog es vor, den großen Bruder an der Strecke zu unterstützen. Leider waren an diesem Tag die Klimaverhältnisse äußerst bescheiden (nur 10 °C Außentemperatur), so dass das Schwimmen zugunsten eines kurzen Auftaktlaufs ausfiel. Niklas kam mit der Änderung aber bestens zurecht. Er wurde nach verhaltenem Start und zwei professionellen Wechseln (Von wem hat er das nur???) am Ende Dritter in seiner Kategorie und erhielt das erste Finisher-T-Shirt.
Der Mittwoch wurde dann ein langer Tag. Nicht nur für Christian, der mit Sicherheit etwas weniger als 7 h für seine Mitteldistanz eingeplant hatte, sondern auch für die mitgereiste Fangemeinde, die es sich nicht nehmen ließ, Christian zumindest beim Schwimmpart, bei dem Schlüsselteil der Radstrecke und dem abschließenden Lauf frenetisch anzufeuern. Mit dem Klatschen haben’s die Franzosen ja nicht so. Die müssten mal ein Wochenendseminar für richtiges Fanverhalten in Roth besuchen! Für Christian war bereits das Schwimmen, sonst seine Paradedisziplin, ein echter Härtetest. Im saukalten Wasser konnte er seine Stärken nicht richtig ausspielen, trotzdem war die Schwimmzeit mit 33 min für 2,2 km sehr gut und auch von der Platzierung (35.) her super. Leider brauchte er aufgrund von kältebedingten Koordinationsstörungen etwas länger in der Wechselzone, so dass er wieder ein paar Plätze verlor. Das Radfahren brachte er nach einer längeren Aufwärmphase mit einer soliden Zeit (4:41 h) über die Bühne - einen 25er Schnitt auf dieser Strecke muss man erst mal fahren. Und sich mit realen bzw. sich androhenden Krämpfen über 1 h den Anstieg nach Alpe d’Huez hoch zu kämpfen, verdient Respekt. Wie hart die letzten km waren, konnte man an seinem Gesicht ablesen. Trotzdem schaffte er es, sich auf der Laufstrecke wieder zu fangen und gegen Ende nochmal richtig Tempo zu machen. Einen derart harten 22 km-Lauf auf dieser Höhe (immer über 1850 m) und mit diesem Profil kann man nur bei wenigen Triathlons erleben. Mit einer Endzeit von knapp über 7 h belegte er Gesamt-Platz 53. „Chapeau!“ hätte Rudi Altig gesagt.
Am nächsten Morgen war für Stefan und Karsten erstmal warten angesagt. Eine Startzeit am frühen Nachmittag um 14.00 h mag für Starter, die aus einem 200 km-Radius anreisen, ja ganz praktisch sein, wenn man aber nur 20 min von Start und Ziel entfernt extra eine Wohnung gebucht hat, ist es eigentlich nur Zeitverschwendung. Wenigstens hatte das Wasser im Lac de Verney noch Gelegenheit, sich durch die Mittagssonne auf 13,3 °C zu erwärmen. Während in Deutschland laut Sportordnung bei unter 14 °C kein Schwimmen durchgeführt werden darf, begnügt man sich in den französischen Alpen damit, das Tragen des Neoprens explizit vorzuschreiben. Auch der Check-In ging ohne Zeitlimit ganz unbürokratisch über die Bühne, aber bei manchen Regeln kennen die schwarz-weiß gestreiften Kampfrichter der Grande Nation absolut kein Pardon. Sie verlangen nämlich, dass die Startnummer am Nummernband mit drei Sicherheitsnadeln befestigt wird. In dieser Hinsicht übertreffen sie die sprichwörtliche preußische Gründlichkeit um genau 50%.
Die taktische Marschroute für das Schwimmen orientierte sich am Erfahrungsschatz ausgedienter Olympionikinnen. Schon Goldfisch Franzi van Almsick wusste, dass der, der schneller schwimmt, früher Pause hat. Und auch wir wollten jede unnötige Minute im Wasser vermeiden. Der Plan war, auf ein Einschwimmen komplett zu verzichten und bis zum letzten Moment am Ufer auszuharren. Leider machte uns der Veranstalter einen Strich durch die Rechnung und startete anders als am Vortag einfach 3 min früher. Von wegen mediterrane Gelassenheit und „Laissez-Faire“. Für die etwa 150 bis 200 Teilnehmer, die sich zu diesem Zeitpunkt noch oder schon mehr als 50 m vor der Startlinie aufhielten, ein ziemlicher Vorteil. Für uns folgte damit der härteste Teil des Rennens, aber nach 22 min für die wohl etwas mehr als 1200 m und blauen Zehen und Fingern war es auch schon wieder vorbei, und wir durften bei über 20 °C Lufttemperatur aufs Rad wechseln.
Damit begann der nächste härteste Teil des Tages. 30 km hören sich für die meisten Radfahrer zwar nicht nach viel an, aber wenn man sieht, dass die ersten 15 km in 26 min absolviert werden und die zweiten 15 km in etwas über 1 h, was am Ende einen 21er Schnitt ergab, bekommt man schon eine gute Vorstellung, welche Qualitäten bei diesem Rennen gefragt sind. Für Flachländer und selbst für Mittelgebirgler ist es relativ schwer, sich auf eine so lange Bergauffahrt vorzubereiten. 1 oder 2 km lange Hügelchen mit 10% Steigung bei uns in der Gegend wegzudrücken ist die eine Sache, aber 13 km am Stück mit Kraft und Zug am Lenker fahren, ist etwas ganz anderes. So waren im letzten Drittel nicht wirklich die Beine der limitierende Faktor, sondern eher der untere Rücken, der kein höheres Tempo zuließ. An ein taktisches Beschleunigen in den letzten 3 Kurven war nicht mehr zu denken, auch wenn vom Herz-Kreislauf-System her noch Reserven da waren. Tempo und Platzierung halten ging aber noch ganz gut. Anders als die Tour-de-France-Helden kann der clevere Triathlet ja nicht nach der Bergankunft fast tot vom Rad fallen, sondern muss schon an die dritte Disziplin denken.
Die so gesparten Körner kamen ganz gelegen, denn auch auf der Laufstrecke, dem letzten härtesten Teilabschnitt, bekam man absolut nichts geschenkt. Auf leicht ansteigenden Singletrails mit schwierig zu laufendem Belag, der eigentlich zum Wandern einlud, ging es durch eine extrem verschandelte und von dem unsäglichen Alpinski-Tourismus geprägte Landschaft aus dem Ort hinaus, dann nach dem Wendepunkt über Asphaltwege nochmals einige Höhenmeter nach oben und wieder sehr steil runter zum Zielbereich, wo die Fans schon warten. Karsten konnte bei der einzigen Downhill-Passage des Tages noch ein paar Plätze gut machen und finishte mit 2:24 h als Gesamt 132ter und Fünfter der M45 (= V 2), während Stefan, der im Vorfeld sein Lauftraining verletzungsbedingt reduzieren musste, anders als gewohnt auf Laufstrecke ein paar Federn ließ und am Ende mit 2:31 h ins Ziel kam. Aber auch er war mit diesem Ergebnis sehr zufrieden.
Das Rennen war weitestgehend gut organisiert: Die Anmeldung für die Kinder lief unproblematisch; es gab einen kostenlosen Massage- und Osteopathie-Service in den Tagen vor dem Rennen; beide Wechselzonen waren genau gleich aufgebaut und die Zielverpflegung war vorbildlich. Die dezenten Finisher-T-Shirts waren aus Funktionsmaterial und ohne viel Werbung. Als kleines Manko erwies sich die Tatsache, dass man bei der Kurzdistanz seine Laufschuhe am Wettkampfmorgen persönlich in die zweite Wechselzone stellen musste. Bei 30 km auseinanderliegenden Wechselzonen bedeutete dies einen erheblichen Aufwand. Auch das Austeilen der Vorwettkampfkleidung und der Neoprenanzüge dauerte unnötig lange, zumal ja über 2 h Zeit waren, die Sachen zu sortieren.
Dafür ging der Heim- bzw. Abhol-Service des von der Vermieterin betriebenen italo-niederländischen Restaurants am Abend umso schneller, auch wenn es leider keine Pizza Tonno gab. Dafür blieb beim Auffüllen der Flüssigkeitsspeicher kein Wunsch unerfüllt, gab es doch Bier, Wein und Champagner. Eine gepflegte Ess- und Trink-Kultur gehört eben auch dazu. Man will sich ja im Mutterland der Haute-Cuisine nicht als Barbarenhorde outen.
Der letzte Tag im Oisans verlief fast genauso erlebnisreich wie die Vortage, allerdings etwas ruhiger. Eine kleine Hüttenwanderung in dem beschaulichen Örtchen La Bérarde ließ die gestressten Athleten wieder mental runterkommen. Die Ursprünglichkeit und Naturbelassenheit dieser nur wenige km entfernten fast unberührten Berglandschaft steht in krassen Gegensatz zu den mit Bettenburgen und Liftanlagen vollgestopften Skiorten der Umgebung. Da nimmt man auch schon mal in Kauf, dass auf der Terrasse einer Berghütte einfach ein Esel anmarschiert kommt und einem den Kaffee austrinkt.
Bei der Rückreise am Samstag zeigte sich, dass antizyklisches Verreisen durchaus Sinn macht, denn das Wochenende war laut Radiomeldungen fast überall in Frankreich geprägt von unendlich langen Staus. Aber eben nicht in der Richtung von Grenoble nach Saarbrücken. Das Saarland scheint bei Touristen aus Südeuropa als Urlaubsdestination doch noch nicht so populär zu sein. Dabei kann man am Bostalsee doch auch schön Triathlon machen, fiese Höhenmeter inklusive. Und Holländer laufen dort dank Center Park auch in Massen rum.

Karsten Ulrich

Ergebnisse auf www.alpetriathlon.com

ltf-marpingen-triathlon am 17.8.14 22:16


29.06.2014: Sprint in Worms - Masters-Liga, die Zweite



Nach dem fast optimal verlaufenen Auftaktrennen in Hachenburg, das als Teamwettkampf ausgetragen wurde, ging es am 29.06. beim Sprint in Worms in der gleichen Besetzung (Groß, Schreiner, Ulrich, Ziegler) im Einzelmodus weiter. Hier waren weniger Harmonie und Teamfähigkeit als vielmehr individuelle Stärken gefragt. Nach der frühmorgendlichen Anreise bei ausgeprägtem Sauwetter erreichten wir zusammen mit Sonnenschein Karla, Stoppuhr Niklas, Kofferträger Klaudia und Sportfotografin Suse wohl als erste Starter von allen den Parkplatz beim sogenannten Festplatz. Dieser offensichtlich unter hohem Grundwasserstand leidende Platz wäre beim Amateur-Fußball selbst in der Kreisliga A in Bubach als unbespielbar abgelehnt worden. Auch die Wechselzone mit herumfliegenden Absperrungen wirkte irgendwie provisorisch, die gesamte Umgebung erinnerte stark an ein städtebauliches Sanierungsgebiet. Die ganze Nibelungen-Geschichte mit Siegfried und dem toten Drachen bzw. Hagen und dem versenkten Schatz und dem ganzen Zickenkrieg zwischen Kriemhild und Brünhild war ja sicher ein traumatisches Erlebnis für die Wormser Bevölkerung, aber das Leben geht weiter und irgendwann muss man ja doch mal mit dem Aufräumen beginnen! Auf die Helden von heute warteten ganz andere Herausforderungen. Die Hoffnung auf ein Schwimmen mit Neopren zerschlug sich bald, aber dafür kam wenigstens die Sonne raus. Das Wasser im Floßhafen (Wer außer Captain Jack Sparrow im kommenden Teil 5 von "Flucht aus der Karibik" baut eigentlich heute noch Flöße?) war mit fast 22 °C tatsächlich angenehm warm, so dass wir uns etwas mehr Zeit beim Schwimmen lassen konnten. Im Vergleich zur 1. Landesliga ging es im Wasser in der Tat relativ relaxt zu. An Zeiten von 13:16 min für Stefan, 13:50 min für Karsten, 14:27 min für Thomas und überraschend starken 14:28 min für Matthias kann man ablesen, dass die Schwimmstrecke doch eher 850 m lang war als 750 m.

Trotzdem lagen alle Marpinger mit diesem Ergebnis schon ziemlich weit im vorderen Bereich. Doch es sollte noch weiter nach vorne gehen. Bereits nach einem Drittel der Radstrecke waren Matthias und Karsten auf Tuchfühlung mit der ca. 1 min hinter dem bärenstarken Volker Braun-Hübsch von DJK Dudweiler fahrenden ersten Verfolgergruppe, in der Stefan schon mit den Konkurrenten „wartete". Unter der permanenter Kontrolle eines motorisierten Kampfrichters setzte sich Matthias rasch an die Spitze, während Karsten lieber etwas im Hintergrund blieb, um ganz sicher zu gehen, dass er nicht vom rechten Weg abkommt. Die etwas verwinkelte Strecke war stellenweise gerade noch so nass, dass man hinterher das Fahrrad putzen durfte und auch selbst so richtig schön dreckig wurde, ließ sich aber dennoch gefahrlos, regelkonform und mit ordentlichem Tempo bewältigen. Einen kleinen Verfahrer gab es eingangs zweiten Runde, aber das war nicht rennentscheidend, denn die Betroffenen Matthias und Bernd konnten sofort wieder den Anschluss herstellen. Die Radzeiten lagen zwischen 32 und 33 min und waren somit kaum schlechter als in der 1. Landesliga und sogar noch besser als in der 2. Liga. Leider hatte Thomas es nicht geschafft, direkt nach dem Schwimmen Kontakt bis ganz nach vorne herzustellen, sonst wären beim 2. Wechsel gleich 4 Marpinger vom Rad gesprungen. Der aufgemalte und nicht ganz trockene grüne Strich, der das Ende der Radstrecke markierte und nicht überfahren werden durfte, hat bei dem ein oder anderen an Körper und Material bleibende Spuren hinterlassen. Hier wäre ein aufgeklebtes Gewebeband die etwas dezentere und umweltfreundlichere Lösung gewesen. Stefan, Matthias und Karsten kamen also fast zeitgleich zu ihren Laufschuhen und machten sich, nachdem alle Radhelme in den Laufschuh-Tüten verstaut waren, zusammen mit Heiko Spitzhorn, Mario Radke und Bernd Grauvogel auf die Jagd nach dem immer noch alleine führenden Volker Braun. Bernd Grauvogel konnte dem hohen Anfangstempo nicht folgen und fiel schnell zurück. Spitzhorn setzte sich rasch nach vorne ab, aber auch Stefan und Mario Radke konnten sich noch auf Rang 2 und 3 (später dann 3 und 2) vorarbeiten, während Matthias und Karsten einfach nicht weiter nach vorne kamen und sich 100 m dahinter ein in Anbetracht des komfortablen Vorsprungs zu Rang 7 eigentlich völlig überflüssiges persönliches Laufduell lieferten. Dass am Ende 3 Mann von LTF Marpingen innerhalb von 12 Sekunden auf den Plätzen 3, 5 und 6 ins Ziel kommen sollten, hätte so keiner vorausgesagt, doch es zeigt, dass in der Mannschaft eine sehr hohe Leistungsdichte herrscht. Diese Stärke innerhalb der sogenannten Premium-Senioren-A-Team-Trainingsgruppe (kurz PSA-Team), die in Hachenburg noch nur zu Rang 2 gereicht hatte, führte diesmal auf die oberste Stufe des Mannschaftstreppchens, da Montabaur zwar mit dem wie immer bärenstarken Spitzhorn und dem „ultimativ endschnellen" Fighter Radke die Einzelplätze 1 und 2 belegte, aber auf Position 3 etwas abfiel. Interessanterweise schaffte es sogar auch Dudweiler dank des extrem leidensfähigen Volker (4.) sowie der Routiniers Bernd und Rüdiger (7. und 8.), noch vor Montabaur Tagesrang 2 zu belegen. Vielen Dank aus dem Nordsaarland an die Freunde aus dem ehemals größten Dorf Europas ( http://de.wikipedia.org/wiki/Dudweiler ). Sie schafften es genau wie Marpingen (mit Thomas Groß auf Rang 10), sogar noch ihren vierten Mann (Steffen Gulden auf Rang 9) in die zumindest zahlenmäßig saarländisch dominierten Top-Ten-Ränge zu bekommen. Das war also nicht nur der Tagessieg, sondern auch die Übernahme der Tabellenführung. Nach einer bedingt durch die Absage des Rennens in Kaiserslautern längeren Sommerpause von 10 Wochen gilt es für die einen, neue Kraft für die zweite Saisonhälfte zu schöpfen, und für die anderen, weiter an der Form zu arbeiten, damit wir unseren Heimvorteil am Bostalsee auch wirklich nutzen und die Tabellenführung behaupten können. Ganz leicht wird das jedenfalls nicht, denn Dudweiler wird sich wie gewohnt kampfbereit und aggressiv präsentieren und Montabaur wird diesmal mit Sicherheit vier Topleute ins Rennen schicken, da es ja auch um die Rheinlandpfalz-Meisterschaften im Sprint geht.

Karsten Ulrich

Ergebnisse: trisys-portal.de/ergebnisse/ergebnisse/88-2014-Triathlon-Worms

Bilder: www.nibelungen-triathlon-worms.de/images/worms_tria2014/

ltf-marpingen-triathlon am 1.7.14 16:15


22.06.2014: Sprinttriathlon Neunkirchen (0,3 – 20 – 5,5)



Bei wunderschönem Wetter nutzten einige Marpinger Athleten den Sprinttriathlon in Neunkirchen zur Auflockerung ihres Trainingsalltags bzw. als intensive Belastung für den weiteren Formaufbau. Eine Woche vor dem wichtigen zweiten Durchgang der Mastersliga in Worms kann eine kleine Tempospritze aus dem vollen Training heraus ja nicht schaden. Bedingt durch die Startgruppenaufteilung war nur teilweise ein direkter vereinsinterner Vergleich, wie z.B. zwischen Matthias Ziegler und Karsten Ulrich, möglich. Für andere, wie z.B. Thomas, war die Uhr der einzige Gegner.

Das Rennen war insgesamt sehr stark besetzt und so gab es als beste Platzierung für Hanno einen tollen achten Platz, den er nach dem unglücklichen Hitze-Rennen von Maxdorf als Bestätigung für die Wirksamkeit seines Trainingskonzeptes im Hinblick auf die geplante Langdistanz sehen darf. In der Altersklasse M 30 bedeutete das für ihn Rang 2 hinter einem sehr starken Franzosen. Wenn auf der Radstrecke nicht so viele huttragende Sonntagsfahrer unterwegs gewesen wären, hätte es vielleicht zu einer noch besseren Zeit gereicht. Mathias bewies nach gewohnt unwiderstehlicher Radperformance gegenüber Karsten am Ende des Laufens etwas mehr Biss und so kamen beide auf den Plätzen 9 und 10 in altersgerechtem Abstand von deutlich mehr als 1 min zu Hanno ins Ziel. Dennoch blieben die beiden AK-45-Konkurrenten noch unter 1 h. Damit gewann Matthias die Altersklasse. Als nächstes Mitglied des Masters-Teams kam nicht etwa Thomas Groß, sondern Stephan Jost, der bereits mit guten Laufzeiten im Frühjahr aufhorchen ließ. Er belegte damit Rang 2 in der M 40. Kurz hinter Stephan finishte Karsten Spath, ebenfalls M 45, der mit Zweitstartlizenz die Mastersmannschaft verstärken soll und im Moment in der Vorbereitung für den Ironman Frankfurt steckt. Thomas zeigte ein ausgeglichenes Rennen und wird nächstes Wochenende in Worms sicher noch 2 -3 % zulegen können, zumal er ohne direkten „Feindkontakt“ an der Spitze seiner Startgruppe ein einsames Rennen absolvieren musste. Nur eine Minute nach ihm kam Olli John ins Ziel, eine beachtliche Leistung für einen unrasierten Hobbysportler. Im Radfahren auf dem gleichen Niveau wie Stefan und Thomas, fehlte nur im Laufen etwa 1 Minute.

Wie man sieht, kann man sich in Marpingen auf die „Alten“ verlassen, auch wenn Leistungsträger und Senioren-Sprint-DM-Teilnehmer Stefan Schreiner nur Zuschauer war. Sie sind immer noch gut genug, um die Leistungsträger, sprich Hanno, gelegentlich unter Druck zu setzen. Die gegenseitige Motivation untereinander trägt außerdem dazu bei, das Niveau insgesamt hoch zu halten. Die Entscheidung, eine Mastersmannschaft zu melden, war jedenfalls richtig und eine adäquate Reaktion auf die Entwicklung der Altersstruktur im Verein. Die Kameradschaft ist nach wie vor top.
Als einzige echte Nachwuchsstarter waren am Nachmittag beim Kindertriathlon Annika Jost und Niklas Schreiner am Start. Annika (Jahrgang 2006) belegte Rang 5 in der Klasse Schülerinnen C, Niklas (Jahrgang 2003) wurde 9. in der Klasse Schüler B. Das Wechseltraining mit Papa Stefan scheint zu wirken; auf dem Rad kann man mit besserem Material wohl noch was rauskitzeln.

Ergebnisse siehe:
my4.raceresult.com/details/index.php?page=4&eventid=24381&lang=de
Manni am 24.6.14 13:55


25.05.2014: Löwentriathlon Hachenburg – Auftakt der Mastersliga



Nach etlichen Jahren im „aktiven" Ligabetrieb haben sich die alt- aber noch lange nicht ausgedienten Athleten in Abstimmung mit den bei LTF Marpingen fast schon als Randgruppe geltenden Jungspunden (das sind alle unter 40) und dem Präsidium (das sind alle über 60) entschlossen, erstmals in der rheinlandpfälzischen Mastersliga zu starten. Aus sportlicher Sicht beileibe kein Rückschritt, wie wenn man als Fußballer plötzlich nur noch AH spielen will, sondern eher ein neue Herausforderung. Nicht dass man sich über die Leistungsentwicklung junger Menschen nicht auch freuen würde, aber ab einem gewissen mentalen Reife- bzw. körperlichen Abnutzungsgrad kann es sehr befriedigend sein, sich nur noch mit langjährigen Leidensgenossen zu messen, und zu beobachten, wie es diesen im Vergleich zu einem selbst gelingt, dem um sich greifenden Zerfall zu trotzen. Dass das Ganze nicht einfach als Seniorensport, sondern unter dem wohlklingenden Begriff „MASTERS" eingeordnet wird, ist durchaus gerechtfertigt, denn hier wird wirklich großer Sport geboten.
Trotz ungebrochenem Ehrgeiz und Kampfgeist geht es im gesetzten Alter aber doch einen Tick fairer zu als beim sog. „Elitesport“. Das merkte man schon beim 5 min nach der 1. und 2.RTV-Liga gestarteten Schwimmen in dem angenehm temperierten Wiesensee bei Westerburg. Kein Gedränge an den Bojen, keine Schläge, die man austeilen musste, alles ganz relaxed. Man half sogar den Erzrivalen beim Öffnen des Neoprens. Die zeitgleich gestarteten Damenteams haben die Gesellschaft der „älteren" Gentlemen hoffentlich als angenehm empfunden. Zu der entspannten Atmosphäre dürfte auch das Wettkampfformat beigetragen haben. Schließlich musste jedes Team auf den langsamsten Schwimmer warten. In unserem Fall war es wie erwartet Stefan, der als 5. aus dem Wasser kam während Karsten und Thomas als 8. und 11. mit knappem Abstand folgten. Diese drei konnten sich in aller Ruhe am Rad fertig machen konnten, während Matthias die beste Wechselzeit im Team für sich verbuchen konnte.
Auf dem Rad zeigte Matthias von Anfang an, wo seine persönlichen Stärken liegen. Die Strecke mit leichten langen Gefällstücken war ihm auf dem Leib geschnitten. An ihm dran zu bleiben war nicht immer leicht, aber machbar. Eine kurzzeitige Ablösung war auf diesen Passagen nur erforderlich, um Matzes Laktatspiegel wieder unter 10 mmol zu bringen, dann trat er wieder an. Nur an den beiden ca. 2 km langen Anstiegen, wo eine besonnenere Fahrweise angezeigt war, war durften Thomas und Karsten auch mal für längere Zeit in die Führung. Stefan hielt sich betont im Hintergrund und wurde für diese Zurückhaltung mit dem schnellsten Radsplit aller Masters (36:20 min für 35 km) belohnt. Knappe Kommunikation („Alles dran?" bzw. „Wie lang ist denn der scheiß Berg noch?") und klare Kommandos („Schuhe aus! Trinken!") führten trotz mangelnder Übungsstunden zu einer nie dagewesenen masterhaften Harmonie. Die Zeit verging wie im Flug und plötzlich war man auch schon in der 2. Wechselzone.
Plötzlich kamen die Freunde aus Montabaur, die etwa 1 min vor uns auf die Radstrecke gegangen waren, wieder ins Blickfeld, wenn auch nicht direkt in Schlagdistanz. Stefan, der sich seit über 50 min aufs Laufen vorbereitete, versuchte die 30 sekündige Lücke innerhalb des ersten Kilometers zu schließen und brachte mit dem überzogenen Anfangstempo Thomas kurzfristig in Schwierigkeiten. Dieser berappelte sich aber wieder und bemühte sich seinerseits um die Verfolgung, so dass Mathias das Nachsehen hatte und abreißen lassen musste. Nach seinem selbstlosen Einsatz beim Parforceritt über den Westerwald-Highway aber keine Schande. Ohne ihn wäre ein Schnitt von 41,5 km/h nie möglich gewesen. Jetzt musste Thomas als dritter Mann durchziehen und dabei richtig ans Eingemachte gehen. (Wir wissen jetzt, wen ESC-Sieger/in Conchita Wurst meint, wenn er/sie/es von „Rise like a Phoenix" singt.) Als dann noch das ebenfalls vor uns platzierte Team aus Dudweiler in Sichtweite kam, brachte das einen letzten Motivationsschub, der zum Überholen reichte. An die Montabaurer, die am Schluss nochmal leicht aufdrehten, kamen wir aber nicht mehr heran, so dass letzten Endes mit dem zweiten Platz das Optimum für diesen Tag heraussprang.
Dieses hervorragende Ergebnis war der Lohn für das beste Teamrennnen, das wir je hatten. Die Rahmenbedingungen für einen Teamwettkampf konnten aber auch kaum besser sein. Angefangen von dem malerisch gelegenen, ausreichend warmen See über die hervorragend abgesperrte und von der Streckenführung her absolut sichere Highspeed-Radstrecke bis zu der knackigen aber fairen Laufstrecke im Park. Auch am Wetter und der Zielverpflegung gab es nichts auszusetzen. Nur die Abholung der Nachwettkampfkleidung und das über 1stündige Warten auf den Shuttle-Service nahmen etwas viel Zeit in Anspruch. Der organisatorische Aufwand für einen Wettkampf so mit weit vom Start entferntem Ziel ist natürlich enorm. Vielleicht sollten die Veranstalter mal drüber nachdenken, die ganze Veranstaltung in der Bereich bei Westerburg zu verlagern. Anstatt „Der Löwe von Hachenburg" heißt der Sieger dann „Der Hecht vom Wiesensee"!

Karsten Ulrich


Ergebnisliste: www.time2finish.net/v2012/results/search?competition=e4ed8400-e27c-11e3-bc38-000000000000
Manni am 28.5.14 14:57


18.05.2014: Sprinttriathlon Tholey 500-24-5 (SM)



Am 18.05. wurden im Rahmen des 7. Schaumbergtriathlons die diesjährigen Saarlandmeisterschaften im Sprinttriathlon ausgetragen. Nach dem letztjährigen Regen- und Kältedebakel war der Wettergott diesmal auf der Seite der Sportler, die ohne Regenjacken und Armlinge zu einem kompletten Triathlon antreten konnten. Auch die Veranstalter freuten sich, denn sie brachten bei der dritten Halbzeit bzw. beim vierten Drittel ihre Rostwürste und Schwenkbraten und Weizenbier an den Mann/die Frau. Chef-Organisatorin Grit Dörr hatte auch Sonnenschein verdient; immerhin war es ja ihr Geburtstag.

Bei den Damen setzte sich, trotz immer wiederkehrender Rückenprobleme, Lokalmatadorin Anne Schu durch. Sie konnte durch einen Gewaltakt beim Laufen die genau halb so alte Levke Ortlieb von LAZ Saarbrücken niederkämpfen. Für Nike Ruschel von SC Illingen blieb nur Platz 3.

Den Sieg bei den Herren sicherte sich verdient Philipp Sahm von LTF Mauschbach, der sich im Laufen stark verbessern konnte, vor Marco Forster vom tritronic-team St. Wendel, der anscheinend seine leichte Schwimmschwäche überwunden hat, und - aus Marpinger Sicht äußerst erfreulich - Hanno Blass, der sich mit einer sehr offensiven und mutigen Taktik à la Spencer Smith den letzten Treppchenplatz und Platz 2 in der M30 sicherte.

Armin Mergner siegte in der M50, während Peter Woll und Stefan Jost in der M40 auf Platz 3 und 5 kamen und Karsten Ulrich, Mathias Ziegler und Oli John auf Rang 2,3 und 9 in der M 45 finishten. Hans-Lothar Fuchs, ebenfalls M45, wurde nicht in die SM-Wertung genommen, da er seinen Startpass nicht vorlegen konnte.

Für die aus den Vorjahren erfolgsverwöhnten Lauftrefffreunde nicht gerade ein überragender Tag, aber mit 2 Saarlandmeistertiteln immerhin ein ordentliches Ergebnis, zumal einige der stärksten Athleten (wie Stefan Schreiner, Sammy Schu, Jan Merz) eine Wettkampfpause einlegten oder als Helfer im Einsatz waren (wie z.B. Thomas Groß und Christian Weyand).

Wie immer vorbildlich war die Unterstützung der Fans (Linda und Simone mit Kindern und Suse mit Fotoapparat). Stefan war auch an der Strecke und überzeugte mit kompetenten Kommentaren, wie z.B. „Wo hängt’s?"

Karsten Ulrich

Ergebnislisten siehe www.das-erlebnisbad.de
Manni am 22.5.14 06:47


11.05.2014: Swim & Run Cologne



Kurzentschlossen fuhr die Familie Schreiner samstags nach Köln um erstmals am dortigen, zum siebten Mal ausgetragenen Swim (4km schwimmen im Fühlinger See, WM Regattabahn Köln) & Run (3 Runden à 7km um den See) teilzunehmen. Ebenfalls am Start war Neuzugang Philipp Ferring, sowie dessen Bruder Julian, die allerdings unter „DLRG Gresaubach“ starteten. Tobias Weber vom befreundeten Tri Sport Saar Hochwald startete im Rahmen des interessanten Willpower.Races. Cup über die Halbdistanz (2km schwimmen und 14km laufen). Irgendwie musste der Autor immer an die Fangesänge aus der Jugend denken: „auf dem Mars und auf dem Mond – überall ein Saarländer wohnt…".

Die Geschichte des Rennens ist schnell erzählt: bei knapp 16 Grad Wassertemperatur waren die Füße bereits an der Startlinie taub. Nach etwa 2km waren die Hände nicht mehr zu spüren. Der Wechsel zum Laufen war entsprechend. Ohne Gefühl in Händen und Armen und steif vor Kälte dauerte es Minuten, bis auf die Laufstrecke gewechselt werden konnte. Nach knapp 2:30 Stunden kam er schließlich mit der Gewissheit ins Ziel einen guten, hervorragend organisierten Wettkampf absolviert zu haben. Philipp ließ sich etwas mehr Zeit. Vermutlich wartete er auf seinen Bruder, der kurz nach ihm über die Ziellinie lief.

Erwähnenswert der Wechselbereich des Philipp. Wo sich normalerweise vier bis fünf Sportler die Wechselzone teilen, ließ sich der Philipp nieder. Interessant auch die Idee sich vor extremer Kälte zu schützen: einfach jahrelanges freies Wachstum für das Beinkleid! Das hat auch den schönen Nebeneffekt, dass man die Ferrings schon aus hunderten Metern Entfernung erkennen kann…

In der Tat gab es neben dem Swim & Run ein reines Langstreckenschwimmen (6km und 12km), welches einige Athleten ohne Neoprenanzug absolvierten. Der langsamste Starter war ca. 5 Stunden im Wasser!

Bilder:
s1331.photobucket.com/user/LTF-Marpingen-Triathlon/library/Swim%20and%20Run%20Cologne%202014

Ergebnislisten:
www.time2finish.net/v2012/results/search?competition=644921f0-d765-11e3-bb13-000000000000
s. am 15.5.14 12:32


27.04.2014: Duathlon Güdingen



Sammy Schu gewint zum dritten Mal in Folge die Duathlon-Saarlandmeisterschaft in Güdingen!

Bericht von Markus Schu:
Die Marpinger Ausbeute hätte glaub nicht besser ausfallen können : 3 Starter - 3 Saarlandmeister-Titel!!!
Was wäre wohl gewesen, wenn noch mehr gestartet wären? :-)
Der Rennverlauf wäre schnell erklärt - Sammy von Anfang an bei unerwartet angenehmen Temperaturen (die Sonne kam sogar hervor!) in Führung; Nach knapp 32min für den ersten Laufpart langte es trotz moderatem Tempo noch für den schnellsten Radsplit sowie für die schnellsten 5km im Anschluß und zum 3. Sieg in Folge!
Witzig war vor allem die Tatsache, daß die Startnummern der ersten 3 auch exakt zu der Reihenfolge im Ziel passen sollten :-)
Sammy in knapp unter 1:52 Std mit 5 min Vorsprung vor Carsten Hermann vom LAZ Saarbrücken und Rainer Augustin aus Saarlouis.
Stefan Schreiner im ersten Wettkampf der Saison mit der totalen "Grenzerfahrung" ( wegen der Nähe zu Frankreich :-)) ebenfalls zum Klassensieg wie auch Armin Mergener.

Fotos:
https://www.flickr.com/photos/ltf-marpingen-triathlon/sets/72157644033331709/

Ergebnisse:
http://www.tv-guedingen.de/veranstaltungen/duathlon-2014/ergebnisse/
Manni/Markus am 30.4.14 16:28


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