LTF Marpingen Triathlon

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Die Sieger der Silvesterläufe sind die Verlierer der Saison



So geschrieben von Manfred Steffny in einer Ausgabe des SPIRIDON-Magazins zu einer Zeit, als noch keine Kompressionskleidung getragen wurde. Trotzdem kann es nicht schaden, mal aus dem lahmen Trott auszubrechen und bei den Spezialisten vorbeizuschauen. Der Mannschaftsälteste nutze eine Lücke im familiären Terminkalender für eine Teilnahme am Schmelzer Adventscross, in früheren Zeiten fester Bestandteil des triathletischen Wintertrainings. Eine andere Lücke tat sich dann auch bald nach dem Start auf, nämlich die zu den Vorläufern. So wurde nichts aus dem crosslauf-typischen Kampf „Mann gegen Mann“. Dennoch flammte die alte Liebe zu den archaischen Reizen dieses Rennformates wieder auf: kein Firlefanz, kleine Starterfelder, harte Strecken. Startgeld drei fünfzig. Die Bedingungen sind unwirtlich, die Dusche hat das Flair eines Schlachthofs. Siegerehrung sofort nach dem Lauf, Urkunde und Gummibärchen. Alte Liebe rostet nicht.

T. Groß
T. Groß am 15.12.15 22:30


Termine 2016



20.03.2016 Cross Duathlon Bous (SM)
17.04.2016 Swim & Run Dudweiler
24.04.2016 Duathlon Güdingen (SM 10-40-5)
01.05.2016 Duathlon Hosingen Luxemburg (SM 10-60-10)
21.05.2016 Swim & Run Kinder und Erwachsene Saarlouis
22.05.2016 Triathlon Tholey
29.05.2016 Triathlon Wiesensee (RTV S&R + Team Bike&Run)
05.06.2016 Schüler- und Jugend-Tiathlon Merzig (mit SM Schüler)
19.06.2016 Triathlon Neunkirchen (SM Sprint)
19.06.2016 Triathlon Zell (RTV Team Tria)
25.06.2016 Powerman WND (Dua 5-40-5)
25.06.2016 Powerman WND (Dua 10-120-20)
26.06.2016 Triathlon Worms (RTV Sprint)
10.07.2016 Triathlon St. Ingbert (SM Jugend B)
14.08.2016 Triathlon Merzig (SM Kurz)
14.08.2016 Triathlon Merzig (RTV Kurz)
21.08.2016 Allgäutriathlon Immenstadt (DM AK]
28.08.2016 Triathlon Illingen
28.08.2016 Triathlon Saarbrücken
04.09.2016 Triathlon Bostalsee
11.09.2015 Triathlon Remagen (RTV Kurz)
16.09.2016 Saarland-Staffeltriathlon der Kommunen

MM am 15.12.15 22:28


20.09.2015: Sprint-Triathlon in Illingen



Flirt für einen Tag – Ich rechne mir was aus.

16, 24, 32, 48. Nein, nicht die Lottozahlen vom Wochenende, sondern das Alter der ersten Vier beim 17. Erdgas Power Triathlon Illingen. Man könne hieraus auch eine schöne Mathematikaufgabe erstellen: der Vierte ist dreimal so alt wie der Sieger, doppelt so alt wie der Zweitplatzierte und ? wie der Drittplatzierte. Noch nie war der Spiegel so deutlich!

Das Traditionsrennen über 300m / 20km / 5km nutzten gleich 6 Athleten der LTF Marpingen um die Saison zu beenden, zu eröffnen oder zum Zeitvertreib. Peter Woll (12.) wurde mit 5 Sekunden Vorsprung auf Markus Saar (13.) 3. der Altersklasse M45. Markus, mit einem deutlich verbesserten Rennen gegenüber der Vorwoche in Remagen, hatte bis in die zweite Wechselzone Tuchfühlung zur Spitze und wurde 2. der M40. Armin Mergener (21.) wie immer Stammgast auf dem Treppchen wurde 2. der M50. Stephan Jost, der in Illingen die Saison gleichzeitig eröffnete und beendete, bewältigte mit seiner Erfahrung aus dreißig Jahren Triathlon die Strecke souverän als 31.

Philipp Ferring: toll, was er sich immer ausdenkt, um seine Mitstreiter zu amüsieren. Diesmal mit 60% entferntem Beinkleid angetreten, nutzte er die Radstrecke, um seinen Magen zu 100% zu entleeren, um danach die Anzahl der Radrunden eigenmächtig zu erhöhen. In einer vorderen Startgruppe wäre es vermutlich nicht so aufgefallen, aber in der letzten Startgruppe ist ein Versteckspiel dann nicht mehr möglich. Den Hinweis des Trainers (Thomas Groß als Helfer und Motivator in der Wechselzone) mehr Rad zu fahren, setzte er somit gleich im nächsten Rennen um. Ein Mann der Tat!

Der Achtundvierzigjährige kam mit 5 Sekunden Rückstand auf den Drittplatzierten als Vierter ins Ziel.

Als Zugabe gab es als teilnehmerstärkster Verein einen Gutschein über ein 50 Liter Fass Karlsberg, was den Kalkulator (Karsten Ulrich ebenfalls als Helfer und Flüsterer in der Wechselzone tätig) umgehend dazu animierte, das Fass Bier evtl. gegen ein kleineres zu tauschen, um… Er ist so lustig! Seine Suse Alt (als Kampfrichterin unterwegs) mahnte sogleich die Teilnahme der Frauen an…

Nachmittags fand dann noch der Schülertriathlon statt, wo Annika Jost und Niklas Schreiner sehr gute Mittelfeldplätze belegten. Joana war leider gesundheitlich angeschlagen, weshalb sie auf einen Start verzichten musste.

Fazit: die bescheidenen Strecken rund um die Illinger Schwimmbäder machen die überaus kompetenten, freundlichen und lustigen Helfer mehr als wett. Ein toller Tag!

s.

Veranstalterseite:
http://sc-illingen.de/

Ergebnislisten
EPTri_Ill_2015_Erg_Jederm_Gesamt_MW_150920.pdf

EPTri_Ill_2015_Erg_Schueler_C_B_150920.pdf

EPTri_Ill_2015_Erg_JugendB_SchuelerA_150920.pdf

s. am 22.9.15 12:17


13.09.2015: Finale der Masters-Liga in Remagen (2,8-44-10,5)



Auch 2015 endet die Liga-Saison des RTV mit dem Traditions-Rennen in Remagen, das auch in seiner 23. Auflage nichts an Charakter und Atmosphäre eingebüßt hat. Als Otto-Normal-Triathlet, der seine Saison nicht noch in exotischen Destinationen verlängern will, kommt man immer gerne nach Remagen, weiß man doch, dass man wieder einmal ein Wettkampfjahr gepackt hat, wenn man hier gefinisht hat. Die nicht ganz einfachen Rahmenbedingungen mit Strecken, auf denen besondere Qualitäten gefragt sind, gepaart mit der einzigartigen Kulisse, die das Rheintal bietet, machen den Rhein-Ahr-Triathlon sowohl für die Zuschauer als auch für die Athleten immer wieder zu einem besonderen Wettkampf; auch wenn manche nie ganz warm mit ihm werden. Selbst nach gefühlt 12 Teilnahmen ist immer noch ein gewisses Kribbeln zu spüren, das die Faszination dieses Sports ausmacht. Für einen Extra-Schub Adrenalin sorgte diesmal noch eine außergewöhnliche Tabellensituation in der Masters-Liga, die die hochspannende Konstellation des Vorjahres nochmals übertraf. LTF Marpingen war nach dem Remis in Merzig punktgleich mit DJK Dudweiler und lag in der Tabelle nur durch die Winzigkeit von 3 Teampunkten auf Rang 1. Das Team der RSG Montabaur, das in allen Durchgängen Dritter wurde und bereits 5 Mannschaftpunkte zurück lag, konnte in den Titelkampf nicht mehr eingreifen. So lief alles auf einen rein saarländischen Showdown hinaus.

Marpingen war diesmal in voller Mannschaftsstärke mit Fanclub bzw. Trainerstab angereist. Sandra, Suse, Thomas und eine Groupie-Truppe aus Wiesbach, deren Namen aus Jugendschutzgründen nicht genannt werden, sorgten an der Strecke für eine unvergleichliche Stimmung, von der auch gegnerische Mannschaften nicht verschont blieben bzw. profitierten. Hauptakteure waren aber der motorsportbegeisterte Markus Saar, der nach einem intensiven Trainingsblock und einer Odyssee durch die Physiotherapeutenszene endlich den langersehnten Durchbruch in die saarländische Spitze erzielen wollte, Karsten Spath, der nach einen Rad-Block auf den Spuren der Tour de France seinen Durchhänger von Merzig vergessen lassen wollte, Matthias Ziegler, der nach zig Starts meinte, auf ein Rennen mehr oder weniger kommt es jetzt auch nicht mehr an, und Karsten Ulrich, der in der Einzelwertung der Masters knapp führte und sich im Fitnessraum und am Fischbuffet eines norwegischen Hurtigruten-Schiffes akribisch auf seinen persönlichen Jahreshöhepunkt vorbereitete.

Da der Rhein in diesem Jahr bedeutend weniger Wasser führte, war die Schwimmstrecke spürbar flacher als gewohnt; trotzdem waren die Schwimmzeiten um einiges langsamer. Das lag aber nicht nur an der Verringerung der Strömung, die sonst besseren Schwimmern eine gewünschte Selektion vermasselte, sondern auch am veränderten Ausstieg, der eine längere Laufstrecke zur Wechselzone zur Folge hatte. Trotzdem kamen die beiden Karstens gut zurecht und stiegen gemeinsam aus dem Rhein, zusammen mit den Dudweilern Bernd Grauvogel und Sven Brall, die beide eine ausgesprochen starke Schwimmleistung zeigten. Ulrich konnte sich durch einen schnellen Wechsel nach vorne schieben, bekam aber bald Gesellschaft von Dauergegner Bernd. Es bildete sich ein Duo, das für die nächsten Kilometer zusammenbleiben sollte. Während sie sich gegenseitig belauerten und auf eine Schwäche des anderen spekulierten, schob sich von hinten Mario Radke heran - und auch zügig vorbei. Seiner Radleistung war an diesem Tag nichts entgegenzusetzen. Zu Karsten Spath, der anfangs nicht ganz den Anschluss halten konnte, gesellte sich bald Matze Ziegler. Er hatte zuvor Markus überholt, der bei Matzes Verfolgung wohl etwas über seine Grenzen gegangen war und später unter Krämpfen zu leiden hatte. Vom dritten Mann der Dudweiler, die nicht in optimaler Besetzung antraten, war beim zweiten Wechsel weit und breit nichts zu sehen, so dass der abschließende Lauf nur noch "Formsache" war, auch wenn für das ein oder andere persönliche Duell nochmal Reserven freigemacht werden mussten. Während Mario Radke ganz vorne einsam seine Runden zog, musste sich Karsten am Ende einem sehr ausgeglichen Bernd Grauvogel geschlagen geben, der die beste Laufzeit aller Masters erzeilte. Diese drei bildeten schließlich auch das Podest der Einzelwertung. Karsten Spath versuchte sich von hinten nochmal an Trainingskollegen Sven Brall, ebenfalls Dudweiler, heranzupirschen, doch der konnte gegenhalten, beide mussten aber den "geduldig" auf seine Chance wartenden alten Fuchs Matthias ziehen lassen, der sich auf Platz 4 schob, während Mathematiker Spath auf 6 ankam und unterwegs den Tagessieg für Marpingen bereits berechnet hatte.

Während Dudweiler mit den Plätzen 2,5 und dem nicht ganz zufriedenen Rüdiger Jochum, der keinen guten Tag erwischte, auf Rang 12 in der Summe auf 19 Punkte kam, und Montabaur mit Rang 1,8 und 13 (=22) so knapp dran war wie nie in dieser Saison, konnte Marpingen mit den Platzierungen 3,4 und 6 ein überragendes Teamergebnis mit 13 Punkten erzielen und sich den Gesamtsieg sichern. Markus Saar, der an diesem Tag wohl ein bisschen zu viel wollte, verlor beim Laufen aufgrund von Krämpfen noch einige Plätze, durfte sich aber persönlich über den Sieg über mehrere innere Schweinehunde freuen.

Als Fazit kann man festhalten, dass der Erfolg unserer Mannschaft auf drei Säulen basiert:
An erster Stelle steht die Freude, im Team gemeinsam mit anderen zu starten und die Bereitschaft jedes Einzelnen seinen Teil beizutragen, auch wenn es nur ein oder zwei Starts (wie bei Stefan, Markus oder Thomas) waren. In diesem Punkt, den Esoteriker vielleicht als „innere Harmonie“ und Fußballtrainer eher als "Team-Spirit" bezeichnen würden, sind wir anderen Teams etwas voraus. Zum anderen ist es unsere Leistungsdichte, die es ermöglicht, auch den Ausfall eines Athleten zu kompensieren oder auch mal nur mit 3 Mann zu starten wie in Maxdorf. Wenn Matthias fehlt, springt Stefan ein, und umgekehrt. Bei Dudweiler war dieser zweite Faktor in dieser Saison in ähnlichem Maße ausgeprägt, aber eben nicht ganz bis zum letzten und entscheidenden Rennen. Sie schafften es nicht, das gleichzeitige Fehlen von Stefan Weber und Steffen Gulden zu kompensieren. Zum dritten versuchen wir immer, unsere ganze Kraft auf den Sport zu fokussieren, und unsere Energie nicht auf Nebenkriegsschauplätzen zu verpulvern, indem wir uns um zu hohe Wassertemperaturen, unerlaubte Schwimmanzüge und die Kompetenz von Kampfrichtern kümmern.
Schon jetzt gibt es mehrere Anfragen von Athleten, die genau das an unserem Verein schätzen und in der Saison 2016 für unser Team starten wollen. Wenn wir diese Neuzugänge integrieren und an unseren Stärken festhalten, wird es schwer, uns zu schlagen.

Karsten Ulrich

Ergebnisse:
www.trisys-portal.de/ergebnisse/ergebnisse/138-rhein-ahr-triathlon_2015?limitstart=0

Karsten am 14.9.15 14:56


Ein Flirt für einen Sommer



Mit diesem Titel hat Sebastian Moll kürzlich im „tour-magazin“ einen Artikel über die wieder aufflammende Erinnerung an leistungsorientierte sportliche Zeiten überschrieben. Lange Jahre hat Moll sich anderen Dingen des Lebens gewidmet und Sport nur noch zur körperlichen Ertüchtigung getrieben, bis er im Alter von 50 Jahren das tat, was er vorher als Midlife-Symptomatik hypermotivierter Agegrouper verspottet hat: Er hat trainiert, sein Material erneuert, Gewicht verloren und Form gewonnen und einen Sommer lang Spaß gehabt.
Ob es ein „Flirt für einen Sommer“ bleiben wird, ist am Ende nicht so ganz klar. Ähnlich scheint es Bennie Lindberg zu gehen, der sich über die Jahre immer fit gehalten hat und der hin und wieder, so in diesen Tagen beim ÖTILLÖ www.otilloswimrun.se in Schweden, öffentlich in Erscheinung tritt. Er schreibt in seinem Blog sinngemäß, dass es nie mehr so sein wird wie früher, dass Sport aber durchaus zu seinem Leben gehört. Konsequent hat er die Erwartungen an seine Performance zurückgeschraubt und kann so mit seinen heutigen Ergebnissen zufrieden sein, obwohl sie hinter früheren Leistungen zurückbleiben.
Beim TopRace Germany, dessen hochtrabender Name in einem deutlichen Missverhältnis zur Qualität der Veranstaltung steht, waren ebenfalls einige alte Kämpen am Start, die man lange nicht sah und die ihre besten Zeiten hinter sich haben. Aber auch jede Menge ambitionierter und schneller Nachwuchs, der optimistisch in die Zukunft des saarländischen Triathlons blicken lässt.
Der Autor dieser Zeilen, sich schon im sportlichen Ruhestand wähnend, hat über Sommer einen unerwarteten Motivationsschub erlitten und ein paar freie Tage genutzt, um sich in eine körperliche Verfassung zu bringen, die einen Start über die olympische Distanz als kalkulierbares Risiko erscheinen ließ. Trotz kurzfristig aufkommender Gewissheit, nicht mehr alle Tassen im Schrank zu haben, begab man sich also an einem kühlen Septembertag zum Bostalsee.
Mit dem immer stilsicheren Matthias Ziegler hatte man sich am Vortag in Bekleidungsfragen ausgetauscht und war übereingekommen, dass Aerodynamik in jedem Fall vor Gesundheitsschutz geht: Rennanzug und sonst nichts. Matthias starte auf der etwas abgespeckten Mitteldistanz mit 1,9 km Schwimmen, 75 km Radfahren und 15 km Laufen. Im Rahmen einer zweigipfeligen Jahresperiodisierung befand er sich am Ende einer längeren Regenerationsphase und am Beginn des Aufbaus für seinen zweiten Jahreshöhepunkt (im Dezember!. . .). Nach solidem Schwimmen folgten eine starke Radleistung und ein ordentlicher Lauf, der allerdings nicht bis zu den autonom geschützten Reserven getrieben wurde. So sprangen am Ende ein guter 6. Gesamtplatz und der Sieg in der Altersklasse TM45 heraus. Auf dem Rad war nur einer schneller, und zwar der aus früheren Tagen gut bekannte Andreas Walzer. Von einem ehemaligen Olympiasieger 5 Minuten auf 80 km Rad zu kassieren, ist wahrlich keine Schande.
Auf der olympischen Distanz hatte der Autor dieser Zeilen Gelegenheit, Philipp Sahm sein Vertrauen auszusprechen und ihn zu einem Verlassen der Komfortzone zu ermutigen. Ob das nun etwas bewirkt hat, sei dahin gestellt, jedenfalls entschied Philipp das Rennen souverän für sich. Zwar stand er in früheren Jahren zeitweise für LTF Marpingen am Start, aber in diesem Fall stimmt die TopRace-Ergebnisliste nicht: statt „LTF Marpingen" müsste hinter dem Siegernamen „LTF Mauschbach" stehen.
Mit „LTF Marpingen“ wird man in Zukunft mehr und mehr zwei weitere Athleten in Verbindung bringen, die seit diesem Jahr für unseren Verein starten. Zum Einen Michael Rothfuchs, der vom wettkampfmäßigen Inline-Skaten zum Triathlon gewechselt ist und bereits mit beachtlichen Rad- und Laufleistungen auf sich aufmerksam gemacht hat. Wenn das erst kürzlich aufgenommene ernsthafte Schwimmtraining „greift“, ist ihm in Zukunft viel zuzutrauen. In Bosen landete Michael auf dem 9. Gesamtrang und dem 3. Platz in der TM40.
Seine erste Kurzdistanz überhaupt hat Philipp Ferring absolviert. Bei ihm liegen die Dinge anders: als 9. aus dem Wasser gekommen, hat er auf dem Rad noch nicht die Substanz, um längere Strecken richtig schnell zu fahren. Hier ist Trainingsfleiß gefragt, dann werden die Rad- und Laufzeiten bald besser zur Schwimmzeit passen. Immerhin führte auch das aus beruflichen Gründen umfangschwache Training zu einer passablen Zeit von 2:41 Std und dem 6. Platz in der TM20.
Neben Kurz- und Mitteldistanz konnte man beim TopRace auch über die Sprintdistanz starten. Die Bezeichnung „Jedermann-Triathlon“ traf hier nur auf einen Teil des Starterfeldes zu, denn hier waren einige Landeskaderathleten richtig schnell unterwegs, und die Triathleten des 1. FC Kaiserslautern richteten ihre Vereinsmeisterschaften aus. LTF Marpingen war mit Bernd Ostermann vertreten, der in 1:22 Std den 8. Platz in der TM45 erreichte.
So, und der Autor dieser Zeilen hat das erste Tagesziel knapp verfehlt, nämlich so früh aus dem Wasser zu kommen, dass man Nike Ruschel wie verabredet aus dem Neoprenanzug helfen kann. Das Radfahren war dann ganz in Ordnung, wenngleich einsam und ermüdend. Beim Laufen war wegen erheblichen Trainingsrückstandes nur noch Schadensbegrenzung möglich. Gesamtplatz 16 und Platz 2 in der TM50 stellen dennoch halbwegs zufrieden.
Außerdem hat es Spaß gemacht, und vielleicht wird aus dem „Flirt für einen Sommer" ja doch noch was Ernstes. Mal sehen.

T. Groß

Ergebnisse:
trisys-portal.de/ergebnisse/ergebnisse/115-Bostalsee-Triathlon-2015

Bilder:
www.energis.de/news_infos/fotogalerie/id-123
www.energis.de/news_infos/fotogalerie/id-124
www.energis.de/news_infos/fotogalerie/id-125

Thomas G. am 9.9.15 22:55


15.08.2015: RTV Masters-Liga beim Sprinttriathlon in Merzig



Im Rahmen des City-Triathlons Merzig wurde am 15.08. auch ein Rennen der RTV-Liga ausgetragen. Die Ligastarter mussten die Sprintdistanz bewältigen, d.h. 750 m Schwimmen in der Saar, 20 km Rad auf einer vollgesperrten Strecke auf bzw. neben der B51 und zum Abschluss 3 Laufrunden (5 km) rund um die Stadthalle bzw. durch den Stadtpark. Mit am Start war auch das Masters-Team von LTF Marpingen, das als Tabellenerster bei seinem Heimrennen natürlich wieder vorne landen und die knappe Führung ausbauen wollte. Hauptgegner war natürlich das Team von DJK Dudweiler, mit dem wir uns bereits zweimal ein sehr enges Rennen lieferten, aber auch Montabaur hatte eine schlagkräftige Truppe am Start, die man nie unterschätzen darf.

Aufgrund der angenehmen Wassertemperatur musste/durfte ohne Neopren geschwommen werden, was zumindest Stefan Schreiner und Karsten Ulrich wenig ausmachte oder sogar entgegenkam, während Karsten Spath und Thomas Groß die Auftaktdisziplin wohl lieber mit der wärmenden Gummipelle absolviert hätten. Auch die Strömung der Saar bekamen die Schwimmer zu spüren, die Kurzdistanzler aber noch mehr als die Sprinter.

Karsten Ulrich konnte auf dem Rad schnell zu Stefan aufschließen und beide versuchten an der Spitze das Tempo hochzuhalten, da an den Wendepunkten eine kleine Lücke gegenüber der Konkurrenz erkennbar war. Mitte der zweiten Runde gesellten sich noch zwei weitere Athleten aus Montabaur hinzu, so dass diese mit Hofmann, Radke und Riedel vorne vertreten waren, während die Konkurrenten aus Dudweiler ca. eine Minute weiter hinten lagen. Thomas Groß konnte sich durch eine starke Radleistung sukzessive nach vorne schieben, Karsten Spath hatte aufgrund des nicht optimalen Schwimmens mit einem Rückstand zu kämpfen und bemühte sich um Schadenbegrenzung.

Beim Laufen schafften es dann die Dudweiler, sich quasi en bloc noch vor Riedel und Hofmann aus Montabaur nach vorne zu schieben, so dass sie mit dem Plätzen 4 bis 7 ins Ziel kamen. Vorne an der Spitze entbrannte aber ein harter Fight zwischen Mario Radke aus Montabaur sowie Stefan Schreiner und Karsten Ulrich, die sich am Ende zu dritt über zwei Minuten vom Rest des Feldes absetzen konnten. Karsten versuchte mit einem Blitzwechsel und hohem Anfangstempo den Gegner zu schocken, musste aber bei km drei Stefan und kurz vor dem Ziel leider noch den wie immer bis zum letzten Meter fightenden Mario passieren lassen. Die Plätze eins und drei waren aber eine gute Ausgangsbasis und als Thomas als dritter Marpinger über die Ziellinie lief, war klar dass es sehr eng werden würde. Leider wurde ihm aufgrund einer Zeitstrafe noch eine Minute "gutgeschrieben", so dass er letztlich einen Platz verlor. Nachdem bekannt wurde, dass es bei Dudweiler noch eine Disqualifikation gab, wurde nochmal neu gerechnet und das Ergebnis war ein Punktegleichstand mit Dudweiler 3 Punkte vor Montabaur. Damit bleibt das Rennen um den Mannschaftssieg bei den Masters weiter extrem spannend. Die Entscheidung wird erst in Remagen fallen.

Mit am Start bei der Sprintdistanz waren auch Peter Woll, der endlich einmal ohne Verletzung das Ziel erreichte und sich knapp hinter Thomas platzierte, und Neuzugang Michael Rothfuchs, der ein starkes Rennen machte und sich als 8. Master platziert hätte, aber leider in dieser Saison noch nicht für das Team startberechtigt ist. Für die Saison 2016 lässt das hoffen.

Der Nachwuchs unserer Triathlonabteilung war in Person von Philipp Ferring vertreten. Nach bestandener Abschlussprüfung hat er zukünftig auch wieder mehr Zeit zum Trainieren. Unter den Voraussetzungen hat er einen gleichmäßigen, ordentlichen Wettkampf bestritten

Karsten Ulrich

Veranstalterseite:
http://www.city-triathlon-merzig.de/

alle Ergebnisse:
http://my3.raceresult.com/36787/results?lang=de

Bilder:
Bilder von ENERGIS

Komplette Galerien von ENERGIS:
http://www.energis.de/news_infos/fotogalerie/id-119
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http://www.energis.de/news_infos/fotogalerie/id-121

Karsten am 18.8.15 12:08


12.07.2015: Sprint-Triathlon St. Ingbert



Beim 15. Sprint-Triathlon in St. Ingbert waren zwei Seniorensportler (andere gibt es ja kaum noch) von LTF Marpingen im Einsatz. Peter Woll wollte nach längerer Verletzungspause mal antesten, wie es mit seiner Grundschnelligkeit bestellt ist. Karsten Ulrich ging es darum, sich in der Region zu zeigen und einen seit Jahren sehr engagierten saarländischen Verein zu unterstützen. Zum anderen muss man ja irgendwie die wettkampffreie Zeit bis zum 15.08. (nächstes Mastersliga-Rennen in Merzig) überbrücken. Die Gegner schlafen ja auch nicht, zumindest gilt das für Bernd Grauvogel vom Dauerrivalen DJK Dudweiler.
Nach 750 m und bescheidenen 12 min Schwimmzeit kamen Peter, der mit Bernd einen hilfreichen Vorschwimmer hatte, und Karsten, der alleine durch die benachbarte Bahn „pflügte“, gleichzeitig aus dem Wasser. Nach dem Wechsel verabschiedete sich der AK-Konkurrent aus Dudweiler rasant nach vorne und war erst am Wendepunkt beim Laufen wieder zu sehen. Karsten setzte sich rasch von Peter ab und machte auf dem Rad ein paar Plätze gegenüber den schnelleren Schwimmern gut und kam auf Position 7 auf die wohl 500 m zu lange Laufstrecke. Hier konnte er leider nur noch einen „Jogger“ überholen, so dass am Ende Gesamtrang 6 und Platz in der wie immer starken M45 heraussprang. Für Peter war der Traum von Comeback leider nach der ersten Laufrunde zu Ende. Er wurde von einer schmerzhaften Muskelverletzung gestoppt, die ihn zur Aufgabe zwang.
Mit am Start waren auch Niklas Schreiner, der mit seinem neuen Rennrad in der Klasse Schüler A gegenüber dem Rennen in Neunkirchen einen Sprung nach vorne machte, und Michael Rothfuchs aus Urexweiler, der sich mit dem Gedanken trägt, unserem Verein beizutreten. Er erreichte, ebenfalls mit neuem Rad, den Sieg in der M40 und Platz 10 gesamt nur etwa 2 min hinter Karsten und ist damit für die Saison 2016 ein aussichtsreicher Kandidat für die Mastersmannschaft. Durch fleißigen Besuch im Lebacher Hallenbad und das Training bei Thomas wird sich der ärgerliche Rückstand im Schwimmen sicher reduzieren lassen.

Ergebnisse unter: www.triathlon-igb.de/11-igb-triathlon/ergebnisse/

Karsten am 13.7.15 15:21


28.06.2015: Sprint-Triathlon in Worms (2. Rennen der Mastersliga)



Nach dem unangenehm feucht-kühlen Wetter in Neunkirchen, zeigte sich der Sommer eine Woche später in Worms von seiner besten Seite. Mit trockenen Straßen, Außentemperaturen von knapp über 25 °C und wenig Wind kann man eigentlich von Idealbedingungen sprechen. Beinahe ideal war auch unsere Mannschaftsbesetzung, mussten wir doch auf Matthias verzichten, der beim Ironman in Klagenfurt am Start war. Zu den beiden Karstens, die bereits in beim Ligarennen in Maxdorf Punkte erkämpften, gesellten sich Markus Saar, der in Maxdorf leider krankheitsbedingt absagen musste, und Stefan Schreiner, der dem Team nach längerer Verletzungspause wieder zur Verfügung stand.
Pünktlich um 11.00 h starteten die Masters, regelkonform zur DTU-Sportordnung mit Neoprenanzug, denn für Altersklassen gelten bis 1.500 m 22°C als Limit und nicht 20°C, wie bei Aktiven und Jugend/Junioren. Erwartungsgemäß kam Stefan in der Spitzengruppe (als Dritter) aus dem Wasser, die beiden Karstens folgten mit 1 min Rückstand auf den Rängen 8 und 9. Markus Saar hatte sich im Anfangsgerangel vielleicht etwas übernommen; er kam eine weitere Minute später an Land. Auf dem Rad wurden die Karten dann neu gemischt. Mit Grauvogel (Dudweiler) und Radke (Montabaur) stießen zwei starke Athleten zu Ulrich und Spath vor und diese vier arbeiteten sich nach vorne und bildeten bald die Spitzengruppe, bei der Stefan nicht ganz mithalten konnte. Ein weiterer Athlet aus Montabaur setzte sich kurz vor dem Wechsel noch leicht ab, fiel aber später beim Laufen zurück.
So lief alles auf einen Showdown beim abschließenden 5 km-Lauf hinaus. Der Sieger sollte aus dieser Gruppe heraus kommen. Ulrich wechselte am schnellsten und konnte zusammen mit Radke rasch eine kleine Lücke reißen und bald den Führenden überholen. Grauvogel und Spath bildeten ein weiteres Duo, doch von hinten preschte Stefan mit Highspeed heran. Beim Überholen zog er Grauvogel mit, Spath konnte nicht ganz folgen. Gleichzeitig forcierte Radke vorne leicht und schüttelte dabei Ulrich ab, der nur noch versuchte, seinen 2. Platz nach hinten abzusichern. Stefan kam noch bis auf vier Sekunden heran, wollte sich nach den Negativ-Erfahrungen der Vorjahre aber sicher nicht auf eine Sprint-Entscheidung einlassen und finishte als Dritter vor Grauvogel und Spath. Mit Rang 2, 3 und 5 für uns also ein noch stärkeres Mannschaftsergebnis als im Vorjahr. Der Tagessieg war LTF Marpingen damit nicht mehr zu nehmen. Markus Saar kam als Vierter Marpinger auf Rang 17 ins Ziel. Er finishte ein weiteres stark besetztes Rennen und wird dadurch in seiner Formentwicklung sicher weiter kommen.
Dudweiler wurde Tageszweiter, so dass wir bei den Mannschaftspunkten gleichziehen konnten. Wegen des besseren Teampunkteverhältnisses konnten wir aber die Tabellenführung übernehmen. Montabaur bleibt auf Platz 3. Ein erfreuliches Bild zeigt sich auch in der Einzelwertung, wo Karsten Ulrich knapp die Führung übernehmen konnte und Karsten Spath auf Platz 5 liegt. Für das folgenden Rennen in Merzig am 15.08. ist also Hochspannung angesagt. Stefan und Matthias denen beide ein Rennen fehlt, liegen zwar noch ganz gut, werden im Kampf um die Spitze aber nur indirekt eine Rolle spielen, nämlich indem sie sich zwischen die direkten Konkurrenten schieben und so die Punktewertung beeinflussen können.

Ergebnisse unter
www.trisys-portal.de/ergebnisse/ergebnisse/134-2015-Triathlon-Worms?limitstart=0

Karsten am 30.6.15 23:02


21.06.2015: Saarlandmeisterschaften Sprinttriathlon in Neunkirchen (0,5 – 20 – 5,5)



Bereits zum 5. Mal wurde der überregional immer beliebter werdende Neunkircher Sprinttriathlon ausgetragen, in diesem Jahr auch wieder als Saarlandmeisterschaft. LTF Marpingen war mit vier Startern vertreten. Hanno Blaß, Markus Saar, Stefan Schreiner und Karsten Ulrich stellten sich bei kühlfeuchten 13°C (zumindest am Vormittag) der Konkurrenz.
Stefan und Karsten hatten die zweifelhafte Ehre, direkt um 9.00 h in Startgruppe 1 eingeteilt zu sein, wo es leider zu Startverzögerungen und in der Folge zu kältebedingten Muskelbeschwerden kam. Die beiden waren zwar nach nicht ganz optimalem Schwimmen auf den Rad nicht schlecht unterwegs, den führenden ihrer Start- und Altersgruppe Bernd Grauvogel konnten sie aber nicht mehr einholen, obwohl Stefan sich beim Laufen noch einmal deutlich von Karsten absetzen und den Rückstand nach vorne verringern konnte. Sie erreichten damit in der AK 45 die Ränge 2 (1:04:55)und 3 (1:06:29). Für Stefan war es nach langer Verletzungspause ein starkes Comeback, das für das anstehende Ligarennen in Worms hoffen lässt. Markus Saar war in der AK 40 unterwegs und zeigte - nach anfänglichen „Startproblemen“ im Schwimmbecken - auch ein gutes Rennen, das mit dem Saarlandmeistertitel belohnt wurde (1:09:11). Stärkster Athlet aus Marpinger Sicht war aber Hanno Blass, der mit der besten Radzeit und einer Endzeit von 1:01:49 ganz knapp Gesamtzweiter und Saarlandmeister in der AK 30 wurde. Er wurde erst bei km 4 von dem sehr starken Läufer Yves Becker eingeholt, der noch einmal 10 Jahre jünger ist.
Ebenfalls im Einsatz war Karsten Spath, allerdings schön warm eingepackt als Radfahrer im Staffelwettbewerb, den er mit Tochter und „Schwiegersohn“ gewinnen konnte.
Beim Kindertriathlon am Start waren auch die Töchter von Simone und Stefan Jost. Joana belegte Rang 2 in der Klasse Schülerinnen D, Annika wurde 7. in der Klasse Schülerinnen C. Niklas Schreiner, der nicht für Marpingen sondern für seinen Schwimmclub in Illingen startet, belegte Rang 12 in der bereits teilweise mit Profi-Material ausgestatteten Klasse Schüler A.
Die gesamte Veranstaltung war trotz anfangs nicht gerade sommerlicher Wetterbedingungen wieder ein voller Erfolg. Großes Lob wurde u.a. auch über die Kampfrichter (hier waren ganztags Suse Alt und nachmittags beim Kindertriathlon auch noch Karsten Ulrich im Einsatz) an die Organisatoren herangetragen.
Auch die Änderung der Radstrecke (jetzt 2 Runden à 10 km), wurde positiv aufgenommen. Wenn im nächsten Jahr dann wieder die Sonne scheint, können sie alle Athleten auch mal richtig genießen.

Karsten Ulrich

Ergebnisse unter http://my3.raceresult.com/34544/results?lang=de

Karsten am 24.6.15 23:51


14.06.2015: Mitteldistanz in Maxdorf 2,0-85-20 (RTV-Mastersliga)



Nach zwei Ligajahren mit ausschließlich Sprint- und Kurzdistanzen stand für die Saison 2015 erstmals wieder ein Mitteldistanzrennen auf dem Programm. 2012 noch in Bad Ems antretend, durften die Ligastarter diesmal in Maxdorf ihr Können zeigen. Allerdings galt dies nicht für alle RTV-Ligen, sondern nur für die Masters, denen Sprints erfahrungsgemäß weniger gut liegen. Durch den Rennabbruch der Auftaktveranstaltung in Hachenburg also gleich eine Mitteldistanz als Einstieg. Die Gegend um Maxdorf ist bekannt für ihre meteorologische Unberechenbarkeit; heftige Gewitter und tropische Temperaturen haben in der Vergangenheit sowohl Teilnehmer als auch Veranstalter schon mehr als einmal auf eine harte Probe gestellt. Doch diesmal konnte man sich eigentlich nicht beschweren. Eine Wassertemperatur gerade unter der Neoprenverbotsgrenze von 23 °C, ordentliche und sichere Straßenverhältnisse, wenig Wind auf der Radstrecke und einigermaßen erträgliche eher trockene Hitze beim Laufen trugen dazu bei, dass das bedingt durch die Topographie der Radstrecke ohnehin nicht ganz einfache Rennen nicht zur Tortur wurde wie 2014. Unser Team trat als Titelverteidiger der Mastersliga an, leider nur mit 3 Startern, da Markus Saar noch unter den Folgen einer Sommergrippe litt. So lagen die Hoffnungen auf Matthias Ziegler, Karsten Spath und Karsten Ulrich, gestandene Athleten, denen man durchaus etwas zutrauen konnte. Hatten die beiden erstgenannten bereits mindestens zwei Rennen in der laufenden Saison in den Beinen, so war es für Karsten Ulrich tatsächlich der erste Wettkampfeinsatz seit Remagen 2014. Hauptgegner war diesmal das stärker als noch 2014 einzuschätzende Team von DJK Dudweiler und nicht Montabaur, das ohne den vor zwei Wochen in einen schweren Unfall verwickelten Heiko Spitzhorn nicht in Bestbesetzung antreten konnte. (An dieser Stelle die allerbesten Genesungswünsche von allen Marpingern ins Krankenhaus!) Mit Schwimmzeiten zwischen 31 und 33 Minuten für die im Vergleich zu den Vorjahren etwas längere Schwimmstrecke waren alle drei im grünen Bereich, Matthias sogar überragend. Richtig schnell war auch sein erster Wechsel, so dass er sich noch kurz vor Karsten U. aufs Rad schwingen konnte und Karsten S. bereits am Anstieg zur Lindemannsruhe erreichte. Karsten U. schaffte dies (nach anfänglichen Schwierigkeiten, ins Rennen zu kommen) erst in der zweiten Runde und konnte sich dann aber weiter nach vorn arbeiten. Matthias fuhr eine sehr starke Zeit, aber dennoch kontrolliert, was man an der abschließenden elfbesten Laufzeit von 1:22 h ablesen konnte. Er befindet sich in einer bestechenden Form, vor allem wenn man bedenkt dass er erst eine Woche zuvor die Mitteldistanz im Kraichgau gefinished hat. Gesamtrang 15 und der Tagessieg in der Masterswertung deutlich vor zwei ebenfalls starken Dudweiler Startern (Steffen Gulden und Bernd Grauvogel) war mehr als verdient. Für Karsten U. galt es, zum Abschluss seinen gewohnten Wochentrainingsumfang im Laufen in einer einzigen Einheit zu absolvieren, was mit einem 4.30er Schnitt auch einigermaßen gelang. Er schaffte es sogar, auf dem letzten Kilometer noch den dritten Dudweiler Starter (Sven Brall) zu überholen, und wurde Vierter im Tagesklassement der Masters. Karsten Spath konnte am Ende leider nicht an die Laufleistung, die er in der Vorwoche beim Mussbacher Triathlon zeigte, anknüpfen und musste noch einige Masters passieren lassen, so dass am Ende für ihn der neunte Platz in der Tageswertung Masters heraussprang. In der Summe der Platzierungen ergab das für uns 14 Punkte (1, 4, 9), also Tagesrang 2, während Dudweiler auf 10 Punkte (2, 3, 5) kam und damit verdient die Masterswertung gewann. Man kann also sagen, dass die Saarländer an diesem Tag die Rheinlandpfalz-Liga dominierten. Sehr stark vertreten waren sie auch bei anschließenden Dopingkontrolle, denn mit Bernd Grauvogel, Rüdiger Jochum und Matthias Ziegler mussten sich gleich 3 saarländische Athleten der unangenehmen Prozedur unterziehen. Wenn man sich den Ablauf so einer Kontrolle einmal vor Augen hält, fragt man sich, ob die Genfer Konventionen auch für Sportler gelten. denn das Einflößen von 6 Liter "saurem Sprudel" (wie der gemeine Pfälzer das Mineralwasser nennt) und 3 alkoholfreien Weizenbieren ist schon schon fast mit dem in Guantanamo Bay bekannten Waterboarding vergleichbar. Aber solange noch keine Methode gefunden ist, aus verschwitzten Trikots verbotene Substanzen zu extrahieren, geht es halt nur über die Abgabe von Urin. Auch mein Angebot an die RTV-Kampfrichter, als Spender für die verzweifelt Pressenden zu fungieren, wurde nicht angenommen. Ein Zeichen, dass die Männer ihren Job gewissenhaft machen und auch im Seniorenbereich doch wirklich etwas für sauberen Sport getan wird. Der TSG Maxdorf darf man gratulieren zu einer wirklich gelungenen Veranstaltung, bei der aus Athletensicht alles passt und die sich hinter dreimal so teuren Events mit wohlklingenden Labeln nicht zu verstecken braucht.

Karsten Ulrich

Karsten am 16.6.15 22:58


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