Nach einem suboptimalen Saisonstart in Fritzlar, wo wir den vorletzten Platz belegten, sollte in Simmern ein leichter Aufwärtstrend einsetzen. Hanno Blaß und Frank Scheer, die beim ersten Rennen unser Team noch als Inhaber einer Zweitstartlizenz ergänzten, waren diesmal nicht dabei. Hanno befand sich in der unmittelbaren Vorbereitungsphase für den Ironman Klagenfurt (4. Juli), während der Freisener Frank unbedingt beim Baumholder Triathlon, der für ihn quasi ein Heimwettkampf war, starten wollte und dort übrigens einen guten 13. Platz belegte. So musste das Rumpf-Team mit Karsten Ulrich (weniger Rumpf) und Stefan Schreiner (etwas mehr Rumpf) ergänzt werden. Durch den Einsatz von Christian Weyand, den frischgebackenen Saarlandmeister in der M 25, und den leicht erkälteten Stephan Jost, der in Simmern seit Jahren regelmäßig am Start ist, war die Mindestteamstärke erreicht. Ein 5. Starter ließ sich leider nicht auftreiben, so dass alle ins Ziel kommen mussten. Dies gelang uns auch, und zwar gar nicht so schlecht. Am Ende belegten wir nach Addition der vier Zeiten (nicht mehr der Platzierungen) den 9. Tagesrang. Die angereisten Fans (Simone und Suse) und Trainer Thomas waren weitgehend zufrieden, zumindest mit den Leistungen der Senioren im Team. Wenn der Christian auf dem Rad nur mal so richtig aus sich rausgehen würde…
Da andere Teams bis auf die ersten 5 Federn lassen mussten, sind die Mannschaften ganz am Ende (also wir) bis zum Mittelfeld (Platz 6) wieder eng zusammengerückt. Mit einer ähnlich starken Truppe, verstärkt durch Hanno Blass, der bis zum 01.08. sicher ausreichend regeneriert sein wird, sollte in Mainz ein Sprung weit nach vorne gelingen. Bei der abschließenden Tombola waren wir mit 2 Gewinnen bei 4 Startern ganz vorne dabei. Leider soll der Simmerner Triathlon mit seinem rührigen Organisator Johannes Klein an der Spitze nach 20 Jahren nicht mehr stattfinden. Vielleicht eine Chance, dass ein neuer Wettkampf (vielleicht Saarlouis) zum Regionalligarennen wird oder dass wir nächstes Jahr alle in Baumholder starten können.
Am 20.06.2010 fand zum 2. mal der Triathlon in Saarlouis [incl. Schwimmen in der Saar] statt.
Dabei gab es zunächst um 11:00 Uhr ein Team-Sprint der RTV-Ligen über die Distanz 500 m - 30 km - 5 km.
Um 14 Uhr starteten dann die TeilnehmerInnen der Kurzdistanz 1,5 - 40 - 10 km, in deren Rahmen auch die diesjährigen Saarlandmeister ermittelt wurden.
Dabei erreichten 13 StarterInnen von uns neun Treppchenplätze und vier AK-Saarlandmeistertitel.
In der Gesamtwertung siegte Moni Weihs; Susanne Steffen und Christian Weyand erreichten beide den 3. Platz!
Herzlichen Glückwunsch!
Nach der gelungenen Premiere 2009 wurden auch in diesem Jahr die Saarlandmeisterschaften im Triathlon wieder in Saarlouis, der heimlichen Hauptstadt des Saarlandes, ausgetragen. Das Wettkampfgelände mit einer gemächlich dahin fließenden Saar, einer vollständig gesperrten B 51 und dem Stadtpark am Saaraltarm war zusammen mit der Fanmeile rund um die Gustav-Heinemann-Brücke ein idealer Schauplatz für solch eine Veranstaltung. Und das Ganze ohne Stadtmitte am Fluss, ohne 370 Mio. € und ohne Tunnel! Nachdem das Team-Rennen der Rheinlandpfalzliga abgeschlossen war, erfolgte um 14:00 h der Startschuss zum Hauptrennen über 1,5-40-10 km. Wer im letzten Jahr schon dabei war, wollte natürlich seine Zeit verbessern oder zumindest bestätigen. Selbstverständlich gab es auch interessante Duelle um die vereinsinterne Rangordnung, zumal auch einige Aspiranten auf die Altersklassensiege aus Marpingen kamen. Trotz eines größeren Teilnehmerfeldes (ca. Starter 300 inkl. Staffeln) ging das Schwimmen in der ausreichend erwärmten Saar relativ kultiviert zu. Kampfrichterin zur See Suse Alt wachte darüber, dass keiner abkürzte. Trotzdem gab es durchweg sehr gute Zeiten. Vielleicht war die Strecke etwas zu kurz. Die Liga-Starter Christian Weyand, Stefan Schreiner, Karsten Ulrich und Frank Scheer lagen relativ weit vorne. Trainer Thomas Groß hatte die Devise ausgegeben: „Ich will heute keinen lachen sehen!“ HAHAHAHA! Udo Gebhardt, Jürgen Staub, Matze Ziegler, Jörg Kohler, Olli John, Stephan Jost, Manni Kirsch und Armin Mergner waren noch in Schlagweite, gefolgt von Moni Weihs und Susanne Steffen.
Auf der relativ leicht zu fahrenden Radstrecke passierte nicht viel. Die Splitzeiten lagen sehr eng zusammen. Besonders beeindruckend, was unsere Damen auf dem Rad leisteten. Wer hier Zeit gut machen wollte, musste entweder schon in der Wechselzone richtig Dampf machen, so wie Karsten, oder den neuen Cancellara-Motor einsetzen, so wie Mathias, der leider einem Plattfuss zum Opfer fiel und den Rest des Rennens als Fotograf verbrachte. Er wäre sicherlich noch weit nach vorne gekommen. So war der Weg frei für Christian, der als 3. Saarländer und Sieger der AK 25 ins Ziel kam. Nur 4 min später folgte Karsten als Saarlandmeister der M 40, knapp vor Stefan (als Vize in der M 40), der auf dem Rad nicht optimal in Schwung kam, aber mit 37:22 die beste Laufzeit aller Marpinger schaffte. Wäre Mathias im Rennen geblieben, hätte es wohl ein reines LTF-Treppchen gegeben. Ein heißes Duell um den Sieg in der M 50 lieferten sich Udo Gebhardt (2.) und Jürgen Staub (1.) Jörg Kohler wurde sensationell Vize in der M 45. Den Vogel aber schossen die Damen ab mit den Plätzen 1 (Moni) und 3 (Susi) in der Gesamtwertung. Wenn wir nur mal in einem Regionalliga-Rennen so gut drauf wären.
Leider sieht sich der St. Wendeler Bürgermeister Klaus Boullion weiterhin nicht in der Lage, uns auch nur für eine einzige Stunde eine einzige Bahn im St. Wendeler Wendalinusbad zur Verfügung zu stellen, sodass wir weiterhin kein offizielles Vereinsschwimmtraining anbieten können.
Es gibt zwei Trainingsgruppen:
1) Eine Teil von uns hat sich dem Schwimmclub Illingen angeschlossen.
Aktuelle Hallenbad-Trainingszeiten:
[letztes Training: 25.06.2010]
MO, 21-22 Uhr FR, 21-22 Uhr, gegebenenfalls auch 20-21 Uhr
Im Sommer [ab 28.06.2010] findet das Training im Uchtelfanger Freibad statt, in den letzen Jahren waren die Termine wie folgt:
MO, 18:45-19:45 Uhr [in den Ferien 19:45-20:45 Uhr] DO, 18:45-19:45 Uhr [in den Ferien 19:45-20:45 Uhr]
2) DIE Trainingsgruppe trainiert im Lebacher Hallenbad.
Deja-Vue in Fritzlar oder "Wer nicht kämpft, hat schon verloren!"
Nach dem beeindruckenden Einstieg in die noch junge Saison (Sieg beim Team Swim and Run in Dudweiler und eine aufsteigende Formkurve pünktlich zum Tholeyer Triathlon) sollte die neu gewonnene Motivation ins hessische Fritzlar mitgenommen werden, wo am 29.05. das erste Rennen der Regionalliga Mitte auf dem Plan stand. Schließlich wollten wir beweisen, dass wir zu Recht nochmal eine Chance in Deutschlands dritthöchster Klasse erhalten haben. Aus den Erfahrungen der Vergangenheit hatten wir gelernt, dass der Schlüssel zum Erfolg bei diesem Wettkampfformat in einer ausgeglichenen Leistungsdichte in den drei Einzeldisziplinen liegt, galt es doch, im Team (d.h. am Besten zu fünft, aber zumindest zu viert) die Strecken von 750 m Schwimmen, 22 km Rad und 5 km Laufen in kürzestmöglicher Zeit gemeinsam zu bewältigen. Keine leichte Aufgabe, wenn man nur auf einen im Vergleich zu den gegnerischen Vereinen geringen Personalpool zurückgreifen kann. Trotzdem sollte es doch irgendwie möglich sein, 5 einigermaßen gleichstarke Athleten an den Start zu bringen. Aber genau wie in der Saison 2009 lag genau darin die Schwierigkeit. Die Einen hielten sich nicht für für stark genug oder waren verletzt und wollten das Team nicht bremsen, bei den Anderen standen sonstige Interessen im privaten oder beruflichen Bereich in der Priorität weiter oben. Trotzdem war es nach langem Hin und Her möglich, eine vierköpfige Mannschaft mit adäqautem Material an den Start zu bringen. Allerdings gelang dies nur mit Unterstützung von Athleten befreundeter Vereine. Erst durch den Einsatz von Hanno Blass vom Schwimmclub Illingen und Frank Scheer von LC Athlon Kusel, die bei LTF Marpingen ein Zweitstartrecht erwoben haben, war es überhaupt möglich, eine Manschaft an den Start zu bringen. Sie ergänzten das Rumpfteam bestehend aus Stefan Schreiner und Karsten Ulrich. So durfte unsere Mannschaft dann nach 3stündiger Anfahrt, kurzer Besichtigung der Radstrecke und taktischer Einweisung durch Großmeister Groß rechtzeitig um 14:29:50 h direkt nach der 1. Startgruppe ins angenehm warme Wasser des Ederauenbads, und nach einem zehnsekündigen Einschwimmen erfolgte pünktlich der Start. Das vereinbarte und von Hanno angeschlagene Tempo wurde bis zum letzten Meter durchgezogen und nach elfeinhalb Minuten schien sich eine Sensation anzubahnen. Marpingen kam als erstes Team aus dem Wasser. Die Freude sollte nicht lange währen, denn bereits nach wenigen km zog die Konkurrenz an uns vorbei. So harmonisch das Schwimmen noch gelaufen war, beim Radfahren zeigten sich doch die ersten Schwächen. Obwohl wir im Gegensatz zum letzten Jahr von der Abstimmung her sehr viel näher an das Idealbild "wie aus einem Guss" kamen, waren uns besonders am zweimal zu durchfahrenden Anstieg andere Teams überlegen, so dass wir hier viele Plätze verloren. Auch beim abschließenden Lauf konnten wir leider kein Tempo mehr anschlagen, dass es uns ermöglichte, weiter nach vorn zu kommen. Durch die Disqualifikation eines gegnerischen Teams schafften wir es trotzdem auf den vorletzten Platz. Genau wie im letzten Jahr war leider nicht mehr zu holen, da halfen auch die strenge Hand von Trainer Thomas und die Anfeuerungsrufe unseres treuen Supporter-Teams bestehend aus Carla, Niklas, Claudia und Suse nichts. Die vier Anwesenden haben tapfer gekämpft und doch verloren. Keiner hat sich etwas vorzuwerfen. Weder durch ein andere Taktik noch durch häufigere gemeinsame Trainingseinheiten hätte diese Niederlage verhindert werden können. Auch eine größere Auswahl an potenziellen Startern bringt nur dann etwas, wenn bei allen der gleiche Einsatzwille vorhanden ist. Noch bleiben drei Rennen, in denen wir zeigen können, dass wir mehr sind als ein zusammengewürfelter Haufen von Individualisten, die zufällig im selben Verein sind, sondern ein echtes Team. Vielleicht können wir so den ein oder anderen Athleten, der genau dies in seinem Verein vermisst, in Zukunft für LTF Marpingen gewinnen.
Die dritte Auflage des Tholeyer Schaumberg-Triathlons sorgte bedingt durch das für den sogenannten „Wonnemonat „ Mai untypisch kühle Wetter im Vorfeld für einiges Kopfzerbrechen beim Veranstalterteam und Kampfrichtern. Die Sportordnung der DTU besagt nämlich, dass bei Außentemperaturen unter 12°C gar nicht geschwommen werden darf und zwischen 12°C und 14°C eine 15minütige Pause und anschließend ein Einzelstart in „Gundersen-Methode“ erfolgen soll. (Der Begriff stammt ursprünglich von der der Nordischen Kombination, wo die Sprungweiten in Zeitrückstände für den Langlaufstart umgerechnet werden und wird hier fälschlicherweise verwendet. Der richtige Ausdruck wäre ein Verfolgungsrennen mit Jagdstart, wie man das vom Biathlon kennt, wo die Athleten mit den im vorangegangen Sprintrennen ermittelten Abständen in die Loipe geschickt werden und dem Führenden hinterherjagen.) Doch soweit sollte es nicht kommen, auch wenn am frühen Morgen vielerorts Eiskratzen angesagt war. Wolfgang Mitzel, Schiedsrichtobmann der STU und gleichzeitig Einsatzleiter in Tholey, einigte sich mit den Organisatoren auf eine sportliche und athletenfreundliche Lösung. Der Wettkampf wurde bis auf eine baustellenbedingte Änderung der Radstrecke wie vorgesehen ausgetragen: Ein richtiger Triathlon mit 300 m Schwimmen, 22 km Rad und 4,5 km Laufen. Die kurze Schwimmeinlage in den dampfenden Fluten des Schaumbergbades sorgte wohl kaum für eine frühzeitige Unterkühlung. Zudem hatte jeder Teilnehmer Gelegenheit, sich vor dem Radpart etwas Warmes (Radtrikot, Windstopperjacke etc.) anzuziehen. Spätestens am ersten Anstieg nach Leitzweiler sollte aber auch dem/der Letzten der fast 200 TeilnehmerInnen warm werden.
Aus Marpinger Sicht war die Beteiligung quantitativ eher mager, qualitativ aber vom Feinsten. Olli John (1h08min), Stephan Jost (1h05min), Armin Mergener (1h04min) und Jürgen Staub (1h02min) ließen sich die Gelegenheit für einen frühen Formtest direkt vor der Haustür nicht nehmen. Lukas Noll und Jürgen Fischer waren in einer gemeinsamen Staffel (1h06min) unterwegs. Karsten Ulrich (1h00min) startete für das Tri-Team des SC Illingen, der den Triathlon in Tholey nutzte, um seine Vereinsmeisterschaften auszutragen. Die Familie Schuh (Anne, Sammy und Markus), die für Marpingen läuft und bei Triathlons für das Tritronic Team St. Wendel startet, war auch dabei.
Als Fans waren Alexa Brill, Eddie Hans, Manfred Meiser, Tim John, Christian Weyand und Stefan Schreiner an der Strecke. Udo Gebhardt war gemeldet, wurde aber leider genau wie letztes Jahr krank und kam mit seiner Gattin als Zuschauer. Jörg Kohler, ebenfalls in der Starterliste geführt, scheint in der Versenkung verschwunden. (Ist er übertrainiert oder steckt eine neue Frau dahinter?) Suse Alt, die für den Verein als Kampfrichterin im Einsatz war, und Thomas Groß, der alle Hände (genauer gesagt eine ganze Hand) voll zu tun hatte, um die Orga zu unterstützen, sorgten für Ordnung in der Wechselzone.
Für nur 15 € durfte man an einem hervorragend organisierten Wettkampf mit hohem Spaßfaktor und beachtlichem sportlichen Wert teilnehmen, an dem es nichts zu meckern gab. Genau das Richtige für Vereinsmeisterschaften oder Neueinsteiger!
"Nur die Kuchenstücke(r) waren etwas klein!" (Zitat O.John)
Nachdem noch im Februar Meldungen über eine angebliche Schließung der Hallenbäder in Dudweiler und Fechingen durch die Presse geisterten, gingen die Tri-Dudos, so nennt sich die Triathlonabteilung der DJK Dudweiler, in die Offensive und luden zum 1. Dudweiler Swim and Run Staffelwettbewerb ins Dudo-Bad ein (übrigens mit dem einzigen 50m–Becken im Saarland neben der Sportschule). Das ungewöhnliche Wettkampfformat 5 - 0,7 – 5 - 0,7 – 5 - 0,7, aufgeteilt auf drei AthletInnen hörte sich interessant an, und so wurde rasch ein Marpinger Team zusammengetrommelt, bestehend aus dem „harten Kern“, d. h. Stefan Schreiner, Christian Weyand und Karsten Ulrich. Leider musste der Lehrer aus Falscheid wegen einer Verletzung absagen, so dass ein Ersatzmann her musste. In Zeiten, wo Leiharbeitsfirmen Hochkonjunktur haben, gingen auch wir neue Wege und so wurden wir beim befreundeten Schwimmclub Illingen fündig. Hanno Blaß, der sich zusammen mit seinem Vereinskollegen Marco Breit bereit erklärt hatte, das Regionalliga-Team per Zweitstart-Lizenz zu unterstützen, ließ sich nicht lange bitten und so war die mit der Anmeldung anzugebende Endzeit von 1h30min immer noch machbar. Bei kaltem, aber trockenen Wetter traf man sich 1 h vor dem Start im dem bis in die frühen 1960er Jahre mit 29.000 Einwohnern als größtes Dorf Europas geltenden heutigen Saarbrücker Stadtbezirk, der 1962 die Stadtrechte erhielt. Mit von der Partie ein starker Fanblock bestehend aus Linda, Carla, Claudia, Suse, Niklas und nicht zu vergessen, dem strengen Trainer Thomas. Die Aufstellung war bereits vorher festgelegt, die Taktik war schnell besprochen: Keiner der 3 durfte länger 30 min brauchen, um 700 m zu schwimmen und 5 km zu laufen. Leider gab es eine weitere Mannschaft, die ähnliche Pläne hatte. Ein Familienteam mit dem ehemaligen deutschen Triathlontrizemeister Martin Biehler in ihren Reihen, seinem „kleinem“ Bruder Eric und dessen Freundin machte uns von Beginn an das Leben schwer. Karsten kam als Dritter von der noch leicht vereisten Laufstrecke, Stefan brachte das Team mit einem starken Schwimmpart rasch auf Platz 2, wo es auch lange bleiben sollte. Hanno hielt diese Platzierung auf seinem Laufteil, nach hinten war immer Luft. Auch Karsten schaffte es nicht, beim Schwimmen Zeit gut zu machen, zu müde war er vom vorangegangenen Lauf. Erst mit Stefans Lauf kam die Wende: Er konnte viel Zeit gut machen und brachte uns in Führung und sogar ein Polster von fast 1,5 min mit, das Hanno nur noch verteidigen musste. Das Biehler-Team kam zwar wieder leicht näher, aber am Ende reichte es für uns zum Sieg. Die Taktik war aufgegangen, die Endzeit von 1h30min wurde um fast 1 min unterboten. Wenn wir diese Frühform bis in den Sommer steigern können und alle Verletzten einsatzbereit sind, werden wir in der Regionalliga hoffentlich nicht wieder immer nur am Tabellenende rumkrebsen. Ein dickes Lob geht an die Veranstalter; vor allem die Verpflegung mit Kuchen, Gummibärchen und Lindt-Schokolade war erste Sahne. Auch das nicht optimal verlaufende Wechselprozedere mit Start und Ziel im Wasser war ganz im Sinne der Athleten. Keiner musste in der Badehose in der Kälte stehen, keiner rutschte in der Wettkamphektik aus. Die besondere Atmosphäre, die bei keinem Staffelrennen fehlen darf, war sowohl für die Zuschauer als auch für die Athleten selber immer spürbar. Auch auf den hinteren Rängen kam es zu spannenden Spurtentscheidungen. Bleibt zu hoffen, dass sich diese Veranstaltung im Wettkampfkalender etabliert und im nächsten Jahr vielleicht einige Staffeln mehr das Dudo-Bad unsicher machen.
Die Saarlandmeisterschaft über die Mitteldistanz findet 2010 in Malterdingen statt, weil es in Rheinland-Pfalz in 2010 wohl keine MD geben wird, nachdem Maxdorf nur in ungeraden Jahren stattfindet und Bad Ems sich im letzten Jahr mit der Langdistanz finanziell übernommen hat.
Tobias Gärtner hat am 12.07.2009 in Roth nicht nur Chrissie Wellington geschlagen, sondern erneut einen neuen "Saarlandrekord" über die Langdistanz aufgestellt!
Am 05.07.09 hat Mustafa Okyay in Frankfurt die alte Ironman-Bestzeit von Wolfgang Paulus (13.07.08 in Kärnten) verbessert!
(Vielleicht kann jemand meine Zusammenstellung noch ergänzen oder korrigieren!?)
01: 08:30:11 Tobias Gärtner am 12.07.2009 in Roth 02: 08:37:31 Tobias Gärtner am 13.07.2008 in Roth 03: 08:44:59 Mustafa Okyay am 05.07.09 in FFM (6) 04: 08:48:19 Wolfgang Paulus am 13.07.2008 in Kärnten 05: 08:50:46 Tobias Gärtner am 24.06.2007 in Roth (5) 06: 08:51:17 Rüdiger Jochum 1991 in Roth (1) 07: 08:53:03 Rüdiger Jochum 1992 in Roth 08: 08:54:00 Markus Kneip 1993 in ? (2) 09: 08:59:00 Wolfgang Paulus am 02.07.2006 in Zürich (4) 10: 08:59:XX Peter Buljan 2003 in Roth (3) 11: 09:00:07 Daniel Schallmo irgendwann in Podersdorf 12: 09:00:47 Mustafa Okyay 2007 in FFM 13: 09:01:31 Christian Weyand am 13.07.2008 in Kärnten 14: 09:03:XX T.G. aus T. 1993 in Roth 15: 09:05:44 Matthias Ziegler am 12.07.09 in Roth 16: 09:09:53 Mustafa Okyay am 13.10.2007 in Hawaii (Saarlandrekord auf Hawaii) 17: 09:19:34 Rüdiger Jochum 1991 Hawaii (Saarlandrekord bis 2007)
Dies ist ein Triathlon- Blog und das ist gut so. Rennfahrer sind anders als Triathleten. Ohne Genehmigung der Betroffenen sei an dieser Stelle ein Ausschnitt einer Unterhaltung ostdeutscher Nachwuchsfahrer kurz vor dem Start des Profi- Rennens wiedergegeben. Die Szene: Eine Seitenstraße neben der Nürnberger Oper, sieben Rennfahrer sitzen entspannt und scherzend bei der Beinmassage auf Campingstühlen, montieren sich Funktechnik in die Ohren und futtern bereits einen Teil ihrer Rennverpflegung. „He Alter, zeig mal Deinen Oberschenkel“. (Er tut es). „Boah, sieht ja übel aus.“ (Es sieht übel aus). „Ja, ging bis auf den Knochen runter. Man hat das Weiße gesehen. Aber die haben das noch mal ganz gut vernäht.“ „Wie ist es denn passiert?“ „Mir ist die Kette gerissen.“ „Wie ungeschickt bist Du denn? Du bist allein hingefallen?“ „Nee, ich hab noch vier andere mitgenommen.“ „So ist es recht! Komm, klatsch ab!“ (Sie klatschen ab). Zum Rennen für die Nicht- Rennfahrer: Es heißt immer, man müsse ein Rennen „lesen“ können, um erfolgreich mitfahren zu können. Zum ersten Mal in diesem Jahr hatte der Autor das Gefühl, ein paar zusammenhängende Worte zu erkennen. Sehr aktiv im vorderen Bereich der zweiten großen Verfolgergruppe und an mehreren Ausreißversuchen beteiligt, wurde die finale Attacke in Gedanken auf den letzten Kilometer verschoben. Eine Reifenpanne 5 km vor dem Ziel ließ alle Träume platzen.